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Duisburg: Der Gesprächsstoff geht beiden nicht aus

Duisburg : Der Gesprächsstoff geht beiden nicht aus

Das Pfarrerehepaar Almuth und Rolf Seeger wurde vor 25 Jahren ordiniert. Das feierten die beiden mit der Gemeinde in einem Gottesdienst und bei einem anschließenden Empfang.

Mit einem sehr persönlichen Gottesdienst und einem herzlichem Empfang feierte die Kirchengemeinde Wanheimerort am Sonntag das 25-jährige Ordinationsjubiläum ihres Pfarrerehepaares Almuth und Rolf Seeger in der Gnadenkirche am Melanchtonplatz. Etwa 200 Gemeindemitglieder hatten es sich nicht nehmen lassen, dieses Jubiläum mit den Seegers zu feiern. Eine Besuchermenge, mit der Rolf Seeger nicht gerechnet hatte. "Wir haben nur 120 Liedblätter gedruckt", gestand er im Anschluss, immer noch freudig angesichts der vielen Gläubigen, die zum Festgottesdienst gekommen waren.

Pfarrer Rolf Seeger wurde am 13. November 1988 in Düsseldorf-Garath ordiniert, Pfarrerin Almuth Seeger am 22. Januar 1989 in Düsseldorf-Innenstadt. Das heißt, die Theologen wurden mit der Verkündung des Wortes Gottes und der Verwaltung der Sakramente beauftragt. Knapp ein Jahr später trat das Paar im Februar 1990 seine erste Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde an.

"Ein öffentlicher Auftrag, dessen Jährung nicht nur unsere Privatsache ist", findet Rolf Seeger. Darum nutze er diesen speziellen Anlass, um der Gemeinde die Rolle der Ordinierten in der Gemeinschaft zu erklären. "Die Ordinierten treten der Gemeinde gegenüber". Sie sind diejenigen, die die Gottesdienste öffentlich ausführen dürfen, in der Art und Weise, mit Gott in den Dialog zu treten, unterscheiden sie sich nicht. Jeder Gläubige für sich habe die Aufgabe, sich immer wieder mit Gott auseinanderzusetzen. "Die Ordinierten leisten Dienst in und an der Gemeinde". Mit ihren ganz persönlichen Geschichten über ihren Weg zum Pfarramt gaben Rolf und Almuth Seeger dem Gottesdienst eine intime Note.

Almuth Seeger erzählte von ihrem Geigenspiel, mit dem sie als Jugendliche den Gottesdienst ihrer Heimatgemeinde in Bonn bereicherte und von ihren ersten Schritten während der Ausbildung. "Eine meiner ersten Predigten ist mir sehr schwergefallen. Ich hatte mich so in die Schwierigkeiten des Lebens verstrickt, dass es mir schwerfiel, in diesem Text wieder zurück zur guten Botschaft zu finden". Doch der Dialog mit ihrem Mann half ihr, der Predigt doch noch die positive Stimmung zu geben, die sie brauchte.

Auch heute genießt das Paar die Gespräche. "Wir tauschen uns viel aus". Dabei haben die beiden auch nach 24 Jahren gemeinsamer Arbeit in der Gemeinde noch jede Menge Gesprächsstoff. "Jeder hat unterschiedliche Aufgaben und erlebt die Gemeinde in verschiedenen Bereichen". Außerdem nutzen beide regelmäßig die freie Zeit, die sie aufgrund der halben Stellen haben, um Seminare und Weiterbildungen zu besuchen. "Von solchen Terminen bringen wir neue Impulse und Anregungen mit, sowohl für die Gemeindearbeit als auch für unseren persönlichen Diskurs", erklärt Rolf Seeger.

Das Duo "Planxties & Air", Ulrike und Claus von Weiß aus Düsseldorf, bereicherte den Gottesdienst musikalisch mit irischen Flöten und Orgel. Die von Weiß´s sind alte Freunde der Seegers und hatten schon bei ihrer Hochzeit musiziert. Den Leitfaden der Predigt, die hälftig von beiden gehalten wurde, bildete Psalm 66,5: "Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern".

(RP)