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Duisburg: Der Familie auf der Spur

Duisburg : Der Familie auf der Spur

In der Zentralbibliothek hat die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde mit viel Sorgfalt eine Ausstellung zusammengetragen, die am heutigen Dienstag eröffnet wird.

Die Fragen, die einen Familienforscher bewegen, liegen auf der Hand: Wo komme ich her? Wer waren meine Vorfahren? Wie lebten sie? In der Duisburger Zentralbibliothek (Düsseldorfer Straße 5) wird heute, um 17 Uhr, die Ausstellung "Spurensuche — die Wege unserer Vorfahren" eröffnet, die von der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde E.V., Bezirksgruppe Duisburg, mit großer Sorgfalt gestaltet wurde.

Elf Mitglieder der Duisburger Genealogie-Vereinigung, die 83 Mitglieder zählt, präsentieren auf 20 großen Schautafeln verschiedene Aspekte der Familienforschung. Das Besondere dieser historischen Sparte ist, dass sie stets konkret arbeitet und dass der Forscher zugleich auch Betroffener ist, denn es geht um die eigene Familie. Karen Feldbusch, Leiterin der Bezirksgruppe Duisburg, und ihr Stellvertreter Peter Schmitter, zeigten gestern beim Presserundgang, wie verschieden die Familienforscher vorgehen. Während die einen möglichst viele Fakten und Personen über möglichst viele Jahre zurückverfolgen möchten, wollen die anderen "mehr Fleisch an den Knochen". Das heißt: Sie interessieren sich für die Lebensumstände der Betroffenen, wollen ein möglichst genaues Bild von ihren Vorfahren bekommen. Da geht es nicht nur um die bloßen Namen, Eheschließungen, Kinder usw., sondern auch um die Wohnverhältnisse, den Verdienst und die Freizeitaktivitäten. Bisweilen stoßen Familienforscher auf Ereignisse, die für Lokalhistoriker generell interessant ist.

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So arbeitet Gerhard Bell beispielsweise über das Rheinhochwasser von 1882, das seine Familie betraf. Die entsprechende Hochwasser-Markierung fand Bell in Mündelheim an der heutigen Gaststätte Kreifelts. Das Hochwasser betraf Hunderte Familien.

Die Ausstellung zeigt zudem, dass Zu- und Abwanderung nicht erst in unserer Zeit ein Thema ist. Bisweilen zum Schmunzeln sind die "Erbstücke", die in Vitrinen ausgestellt sind. Neben Familienbibeln finden sich da auch Bierseidel des Urgroßvaters oder auch ein "Rheinisches Pißpöttken" aus dem Jahr 1932.

Am Dienstag, 26. Januar, 17 Uhr, gibt Peter Schmitter im Vortragssaal der Zentralbibliothek eine Einführung in die Genealogie" und am Dienstag, 2. Februar, 17 Uhr, zeigt Wilfried Müller die Spurensuche in der eigenen Familie. Zu beiden Vorträgen ist der Eintritt frei. Außerdem stehen Duisburger Familienforscher an den drei kommenden Samstagen, jeweils von 11 bis 16 Uhr, als Ansprechpartner zur Verfügung.

(RP)