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Duisburg: Den Jugendlichen eine Stimme geben

Duisburg : Den Jugendlichen eine Stimme geben

Miriam Gerlach (22) ist die zweitjüngste Kandidatin bei der Presbyteriumswahl. Sie möchte junge Leute wieder für die Kirche und den Glauben begeistern. Am 14. Februar wird gewählt.

Kirche und Glauben waren Miriam Gerlach schon immer wichtig. Als Kind sang sie im Chor, besuchte regelmäßig Gottesdienste, engagierte sich später in der Jugendarbeit. Das will sie weiterhin tun. Miriam Gerlach kandidiert bereits zum zweiten Mal bei den Presbyteriumswahlen der Evangelischen Kirche für die Trinitatis-Gemeinde und ist die zweitjüngste Kandidatin in Duisburg. Sie war 18 Jahre alt, als sie sich 2012 um das verantwortungsvolle Gemeindeamt bewarb und möchte vor allem Jugendliche dafür gewinnen, sich wieder verstärkt der Kirche zuzuwenden.

Sie findet es wichtig, dass auch die jungen Gemeindemitglieder im Presbyterium eine Stimme haben. Pfarrer Dirk Sawatzki sprach sie vor ein paar Jahren an, ob sie Lust habe, sich auch im Presbyterium für die Teenager zu engagieren. Sie sagte Ja - und wurde gewählt. Seitdem versucht sie, mehr Angebote für die Jüngeren auf die Beine zu stellen. "Das ist gar nicht so einfach", weiß sie. Bei vielen spiele der Glaube keine große Rolle mehr im Leben. Dabei helfe dieser ihr durchaus, bei den aktuellen Weltnachrichten nicht zu verzweifeln. Sie geht weiterhin in Gottesdienste und singt im Gospelchor mit.

Bei den Aufgaben, die auf sie als Presbyterin zukamen, halfen ihr die erfahrenen Kollegen. "Die kennen mich ja alle schon seit Jahren aus der Gemeindearbeit. Früher habe ich mir über den Haushaltsplan der Gemeinde keine Gedanken gemacht", erzählt Miriam Gerlach. In den Sitzungen wird viel diskutiert, über Aktionen oder die Zukunft der Kirchen zum Beispiel. Die Wedauerin hält sich dann eher zurück. "Es muss ja nicht zum fünften Mal das Gleiche gesagt werden."

Eine ihrer wichtigsten Aufgaben war es für sie, in der Auswahlkommission für die Besetzung der neuen Stelle im Jugendzentrum an der Arlberger Straße zu sitzen. "Dem Presbyterium war wichtig, dass jemand Junges dabei ist." Auch mit Blick auf die Zukunft der Gotteshäuser sei es wichtig, die jungen Leute wieder verstärkt in die Kirche zu locken. Seit der Zusammenlegung mit Buchholz ist klar, dass die Gemeindehäuser aufgegeben werden, die Gottesdienste künftig in Buchholz stattfinden und aus der Kirche in Wedau das neue Gemeindezentrum wird. "Mit den Pfarrern haben wir zum Beispiel ein neues Konzept für die Konfirmanden ausgearbeitet. Künftig sollen alle Konfirmationen in Buchholz stattfinden, und die Jugendlichen sollen sich besser kennenlernen."

Ein bisschen aufgeregt ist Miriam schon, ob sie am 14. Februar wiedergewählt wird. "Wir haben so viele gute Kandidaten diesmal. Da hat man wirklich die Qual der Wahl", erzählt die Wedauerin. Bei einer Vorstellungsrunde habe sie allerdings positive Rückmeldungen bekommen, berichtet sie.

(RP)