Demo von Fridays for Future in Duisburg: Treffpunkt, Uhrzeit, Zugweg

Klimabewegung : Fridays for Future ruft zur Großdemo in Duisburg auf

Die Jugendklimabewegung Fridays for Future will am Freitag mit einer Großdemonstration durch die Innenstadt ziehen. Bundesweit soll es in 500 Städten Aktionen geben.

Die örtlichen Aktivisiten von Fridays for Future (FfF) wollen an diesem Freitag den vierten weltweiten Klimastreik nach Duisburg holen. In rund 500 Städten in Deutschland und vielen weiteren auf der ganzen Welt wollen die jungen Klimaschützer so viele Menschen wie möglich auf die Straße bringen. Ziel ist es, unter dem Motto „#NeustartKlima“ auf das Klimaabkommen von Paris aufmerksam zu machen.

„Unter dem Motto #NeustartKlima fordern wir, dass sich die Bundesregierung mit all ihren Mitteln dem Klimaabkommen von Paris und dem damit einhergehenden 1,5-Grad-Ziel widmet“, schreibt Fridays for Future im Demoaufruf.

Die Demonstration wird um 13.30 Uhr am Hauptbahnhof beginnen und über die Friedrich-Wilhelm-Straße, die Steinsche Gasse und die Köhnenstraße zum König-Heinrich-Platz ziehen, wo sie um etwa 15.30 Uhr enden soll.

Zur Vorbereitung auf diesen Tag hatte die Duisburger FfF-Ortsgruppe vergangenen Freitag bereits zum gemeinsamen Plakatemalen ins Internationale Zentrum am Innenhafen eingeladen. „Trotz der globalen Dimension des Klimaproblems sind wir als Ortsgruppe auch daran interessiert, uns auf lokaler Ebene für mehr Nachhaltigkeit und eine klimafreundlichere Lebensweise einzusetzen“, schreiben die Aktivisten. Deshalb wollen sie am Nikolaustag, 6. Dezember, in Walsum eine Baumpflanzaktion durchführen, bei der alle Teilnehmer die Möglichkeit bekommen sollen, einen durch Spenden finanzierten Baumsetzling einzupflanzen.

Die Aktion reiht sich ein in den Forderungskatalog der jungen Aktivisten, den sie vor rund zwei Monaten der Stadtspitze übergeben haben. Darin sind etliche Vorhaben und rote Linien zu den Themenfeldern Grünflächen, Verkehr, Öffentliche Flächen, Schule, ÖPNV und Energiepolitik definiert. So fordert FfF unter anderem die Aufstellung eines neuen Verkehrskonzepts für die Stadt , das auf Fußgänger und Fahrradfahrer setzt. Darin soll durch den massiven Ausbau des Radwegenetzes auf der einen und des ÖPNV auf der anderen Seite der Verzicht aufs Auto attraktiver gemacht werden. Als weitere Anreize für den Umstieg wollen die Klimaschützer die Geschwindigkeitsbeschränkungen aus- und Parkplätze in der Stadt zurückbauen lassen.

Was den Öffentlichen Personennahverkehr angeht, sind die Forderungen nicht weniger forsch. Die Jugendlichen fordern einen kostenlosen ÖPNV, da dieser sozial schwachen Haushalten helfe und der ÖPNV so eine echte Alternative zum Auto werden würde. Außerdem fordern sie, dass man jeden Ort in der Stadt zu jeder Zeit erreichen können und dass sich die Geschwindigkeit des ÖPNV verbessern müsse.

Auch die städtischen Grünflächen wollen die Jugendlichen besser geschützt sehen. So stehen in ihrem Forderungskatalog neben der Wiedereinführung der Baumschutzsatzung die Erhaltung und der Ausbau bestehenden Stadtgrüns festgeschrieben. Außerdem sind den Jugendlichen sogenannte Steingärten ein Dorn im Auge. Sie fordern ein Versiegelungsverbot für Vorgärten.