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Duisburg: Dem Lärm geht's ans Leder

Duisburg : Dem Lärm geht's ans Leder

Die Duisburger können sich im Detail darüber informieren, wo und warum es in der Innenstadt besonders laut ist. Sie können zudem Vorschläge unterbreiten, was gegen den Verkehrslärm getan werden kann.

Der Verkehrslärm geht vielen Duisburgern auf die Nerven. Im gesamten Stadtgebiet gingen daher Verkehrsbeobachter auf die Suche nach Belastungsschwerpunkten und nach den Lärmquellen. So auch im Bezirk Innenstadt, der von besonders vielen motorisierten Verkehrsteilnehmern angesteuert oder durchquert wird. 61 sogenannte Belastungspunkte sind dabei ausgemacht worden, wobei die Bezeichnung "Punkt" die Sache nicht ganz trifft. Denn es geht immer um bestimmte mehr oder weniger lange Straßenabschnitte.

Die Kremerstraße beispielsweise, die das Marientor mit dem Kreisverkehr am Hauptbahnhof verbindet, zählt mit 23 200 Fahrzeugen pro Tag zu den höchst-frequentierten in der City. Im Zusammenwirken mit dem Krach von der A 59 und den Bahngleisen sind die Anwohner dort Tag und Nacht Lärmbelastungen ausgesetzt, die ihnen den Schlaf rauben.

Ohren zu und durch — ist vermutlich noch die einzige Chance der Anwohner der Kardinal-Galen-Straße, die (zum Teil unter anderem Namen) vom Rathaus zur A 59 und weiter nach Duissern führt. Fast durchgängig dürften die Anlieger hier von den täglich bis zu 22 000 Fahrzeugen genervt sein.

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Jeder der ermittelten 61 Belastungspunkte ist in einer Liste aufgeführt. Mit dem kommenden Montag, 23. Januar, startet für den Bezirk Mitte die Online-Beteiligung zur Lärmaktionsplanung der Stadt. Ziel ist es, den Verkehrslärm durch bauliche Veränderungen, Tempobeschränkungen oder andere Maßnahmen zu reduzieren. Bei jedem einzelnen der ermittelten Belastungsschwerpunkte wird detailliert aufgeführt, woher der Lärm rührt und welche Lösungen möglich sein könnten. Darüber hinaus können die Bürger aber auch über ein Kontaktformular selbst Stellung nehmen und eigene Vorschläge unterbreiten.

Wer über keinen Internetzugang verfügt, hat die Möglichkeit die Pläne mittwochs zwischen 8 und 17 Uhr in der Zeit vom 23. Januar bis zum 23. Februar im Stadthaus Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Raum 312) einzusehen und den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung vor Ort Anregungen und Vorschläge mitzuteilen. Darüber hinaus können unter der Telefonnummer Tel. 0203 2832877 die Mitarbeiter des Fachbereichs direkt angesprochen werden.

Änderungen und Ergänzungen, die sich im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit ergeben, fließen in die Beratungen zum fertigen Lärmaktionsplan ein. In einigen anderen Bezirken im Stadtnorden und -westen gab es bereits Gelegenheit, sich an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen. Für den Stadtsüden steht ein Termin noch aus.

Infos: www.duisburg.de/laermaktionsplanung.

(RP)