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Duisburg: Dem Berufsleben eine Richtung geben

Duisburg : Dem Berufsleben eine Richtung geben

60 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen präsentieren sich derzeit Schulabgängern im Landschaftspark Nord. Jugendliche können sich informieren und die eigenen Stärken herausfinden.

Wenn der Schulabschluss näher rückt, wissen viele Jugendliche noch immer nicht, was sie danach eigentlich machen wollen. Soll es eine Ausbildung sein? Oder doch lieber ein Studium? Auf der Ausbildungs- und Studienmesse "Berufe live Niederrhein" im Landschaftspark Nord, die auf Initiative der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) stattfindet, haben sie jetzt die Gelegenheit, sich zu orientieren und informieren. Bereits gestern - am ersten von zwei Messetagen - waren viele Schulen der Einladung der Veranstalter gefolgt und hatten ihren Schülern die Möglichkeit gegeben, die Messe zu besuchen. Auch heute können Interessierte noch von 9 bis 16 Uhr die Messe besuchen.

60 lokale und überregionale Unternehmen, Hochschulen und Institutionen präsentieren sich dort den Besuchern und stehen mit kompetenten Ansprechpartnern persönlich für die Fragen der Jugendlichen bereit. Den Auftakt der Veranstaltung machte gestern eine kleine Talkrunde mit Bürgermeister Volker Mosblech und Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK, moderiert von Comedian Osman Citir, der zuvor bei den Jugendlichen mit Auszügen aus seinem Programm "Comedy macht Schule" für Begeisterung gesorgt hatte.

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Citir gab den Jugendlichen auch Erfahrungen aus seinem ganz persönlichen Lebenslauf mit: "Eine abgeschlossene Ausbildung kann dir keiner mehr wegnehmen. Nur weil ich die hatte, habe ich mich getraut, es als Comedian zu versuchen." Ebenso wichtig seien Praktika: "Ich habe ein Praktikum als Heizungsmonteur gemacht und dabei festgestellt, dass Handwerkliches doch nicht mein Ding ist. Ich wollte dann lieber was im Einzelhandel machen." Gerade wer noch nicht sicher sei, dass er für seinen Traumberuf ein Studium benötige, sei mit einer Ausbildung besser beraten, so der Comedian. Dabei würde man auch reifen und sich weiterentwickeln.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zugunsten der jugendlichen Bewerber entwickelt. Volker Mosblech sagte in der Eröffnungstalkrunde: "In den letzten Jahren sind in Duisburg fast alle Ausbildungssuchenden auch in Unternehmen untergekommen. Die Chancen stehen also gut." Auch Burkhard Landers warb für den praktischen Einstieg in die Berufswelt: "Eine duale Ausbildung bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und ein eigenes Gehalt von Anfang an."

Wer heute die Messe besuchen möchte, kann im Vorfeld oder vor Ort den kostenlosen Interessencheck des Online-Portals blicksta.de absolvieren und so herausfinden, welche Aussteller auf der Messe zu den eigenen Interessen passen. Dort treffen die Jugendlichen dann zum Beispiel auf das Deutsche Rote Kreuz, das Bundesamt für Freiwilligendeinst, die Feuerwehr der Stadt Duisburg, ThyssenKrupp Steel Europe, die Wirtschaftsbetreibe Duisburg, Siemens und die Volksbank Niederrhein.

Auch wer ein Hochschulstudium aufnehmen möchte, kann sich gleich bei verschiedenen Hochschulen und Fachhochschulen informieren. Allgemeine Tipps zur Berufs- und Studienwahl gibt es bei den Beratern der Industrie- und Handelskammer, der Agentur für Arbeit Duisburg und der Einstieg Studien- und Berufsberatung.

Die eigenen Talente überhaupt erst zu entdecken, dabei hilft den jungen Messebesuchern das Erlebnisforum Beruf: An 14 Berufsstationen können Jugendliche sich darin üben, Fingerfood herzustellen, Nägel zu maniküren oder Automotoren zu reparieren.

Tipps zur Bewerbung bietet das Bewerbungsforum. Hier helfen Experten der Agentur für Arbeit Duisburg beim Formulieren von Anschreiben und Lebenslauf beziehungsweise checken das, was bei den Jugendlichen bereits vorhanden ist, auf mögliche Verbesserungen. Dazu gibt es ein kostenloses Bewerbungsfoto (ordentliche Kleidung ist dabei natürlich von Vorteil) und auf Wunsch ein ebenfalls kostenfreies dezentes Styling von künftigen Kosmetikerinnen des Sophie-Scholl-Berufskollegs Duisburg.

(RP)