Loveparade-Katastrophe: Das Mahnmal steht jetzt am Tunnel

Loveparade-Katastrophe: Das Mahnmal steht jetzt am Tunnel

Das Loveparade-Mahnmal ist am Montagmorgen am Osteingang des Karl-Lehr-Tunnels aufgestellt worden. Drei Stunden dauerten die Montagearbeiten. Auszubildende von ThyssenKrupp hatten die Konstruktion gefertigt.

Mit einem Schwerlasttransporter wurde die mehr als zehn Tonnen schwere Stahlkonstruktion zu ihrem neuen Standort gebracht. Die Polizei sperrte deswegen kurzzeitig die Zufahrt in den Tunnel ab und leitete den Verkehr um.

Auszubildende von ThyssenKrupp hatten das Mahnmal, das an die 21 Todesopfer der Loveparade-Katastrophe erinnern soll, in den vergangenen Wochen gebaut. Es besteht aus einem Sockel und einer 3,50 Meter hohen Stahltafel, auf der umstürzende Vierkantrohre angeordnet sind.

  • Fotos : Loveparade: Mahnwache vor dem Rathaus

Die Rohre sollen an die verunglückten Opfer erinnern. Zudem stehen auf dem Mahnmal die Namen der 21 Menschen, die bei der Massenpanik in Duisburg ums Leben kamen. Entworfen hatte es der Künstler Gerhard Losemann. Sein Entwurf war von einer Jury gewählt worden und hatte sich gegen andere Mitbewerber durchgesetzt. Das Mahnmal ist von der Karl-Lehr-Straße aus über eine weiße Treppe zugänglich und steht direkt in einer kleinen Grünanlage vor dem Tunnel.

Am Sonntag wird das Mahnmal mit einer schlichten würdevollen Feier eingeweiht. Duisburgs Alt-Oberbürgermeister Josef Krings (SPD) wird eine Gedenkrede halten.