Duisburg Das große Schweigen zum Terminal

Duisburg · Die Stadt und Duisport haben konkrete Pläne zur Verkehrsanbindung des geplanten Containerterminals in Hohenbudberg, verraten aber nicht, welche – zumindest nicht offiziell.

Die Stadt und Duisport haben konkrete Pläne zur Verkehrsanbindung des geplanten Containerterminals in Hohenbudberg, verraten aber nicht, welche — zumindest nicht offiziell.

Zugleich hofft man schon durch die neue Kooperation zwischen Duisport und Currenta auf weniger Lkw-Verkehr. Die Stadt sagt nichts und Duisport schweigt, während die Politik sich bedeckt hält. Auch nach der Verkündung der Kooperation zwischen dem Uerdinger Chempark-Betreiber Currenta und dem geplanten Containerterminal in Hohenbudberg (wir berichteten) ist unklar, wie das Terminal an die L 473 n angebunden werden soll.

Nach Informationen unserer Zeitung könnte allerdings ein Neubau oder Ausbau der Brücke am Stellwerk Hof wieder im Gespräch sein. Anscheinend wird zugleich, nicht als Alternative, sondern als Ergänzung, auch über eine Verbindung von der geplanten Werksstraße zwischen Chempark und Terminal zur Straße "Am Kreuz" nachgedacht.

Verhandlungen im Endspurt

Offiziell ist aber noch nichts: Die Verantwortlichen wollen ihre Planungen morgen bei der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung vorstellen. Offenbar gehen die Verhandlungen gerade in den Endspurt. Die Duisburger Hafen AG habe sich in die Gespräche "massiv eingebracht", über mögliche Fördermittel werde auf Landesebene "konkret diskutiert", sagte Bezirksamtsleiter Reiner Sanner.

"Wir sind in sehr, sehr konstruktiven Gesprächen mit Stadt und Land", bestätigte Jürgen Albersmann von Duisport. Auch Currenta sei dabei mit im Boot.

Duisport erwartet schon allein durch die Kooperation mit Currenta eine deutliche Entlastung der umliegenden Straßen vom Lkw-Verkehr. Wie berichtet sollen das Chempark- und das Terminal-Gelände durch eine neue, nicht öffentliche Straße miteinander verbunden werden.

Die Kapazitäten des Hohenbudberger Terminals würden durch Currenta zwar nicht unbedingt zur Hälfte, aber zu einem großen Teil genutzt, so Jürgen Albersmann: "Wir werden zwei Hauptnutzer haben; einer wird Currenta sein, den zweiten können wir jetzt noch nicht nennen." Man befinde sich mit diesem "in abschließenden Verhandlungen", es gehe um ein "branchennahes" Unternehmen "mit einem ähnlichen Produktportfolio".

Weniger Lkw-Verkehr erwartet

Die Politik bewertet die Entwicklung nach dem jetzigen Stand der Dinge überwiegend äußerst positiv. Manfred Krossa, Chef der SPD in der Bezirksfraktion, erwartet "eine Entlastung der Bürger".

"Currenta wird wohl über 100 000 Tonnen pro Jahr auf die Schiene packen", sieht es der CDU-Fraktionschef Ferdi Seidelt ähnlich, "das sind alles Lkw, die nicht mehr durch die Gegend fahren müssen."

(RP)
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