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Coronavirus: Stadt Duisburg warnt vor zu viel Leichtsinn

Stadt warnt vor Leichtsinn : Zahl der Infizierten in Duisburg geht wieder zurück

Die Zahl der Infizierten in Duisburg ist wieder rückläufig, bei einem Reihentest beim Paketdienst DPD in Hüttenheim gab es keine neuen Fälle mehr. Die Stadt warnt mit Videos davor, zu leichtsinnig mit den Lockerungen umzugehen.

Die Zahlen klangen alarmierend: Mit 175 aktuell Infizierten lag Duisburg noch am Sonntag NRW-weit an der Spitze. Hotspots mit Ausbrüchen in Altenheimen oder dem DPD-Depot in Hüttenheim mit alleine 43 positiv getesteten Mitarbeitern, aber auch die deutlich gestiegene Zahl an Tests waren dafür ausschlaggebend. Inzwischen sieht es wieder etwas besser aus: Die Stadt meldete für Dienstag, 20 Uhr, noch 157 aktuell Infizierte in Duisburg. Bis dahin waren in unserer Stadt 18.085 Tests durchgeführt worden. Insgesamt haben sich in Duisburg 1329 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1117 sind wieder genesen.

Die hohen Zahlen des Paketdienstes waren der Grund für weitere Reihentests bei dem Unternehmen. Nach den Mitarbeitern im Umschlag gab es nun auch Tests bei den Paketzustellern. Das Ergebnis lässt zunächst aufatmen: „Mit 81 von rund 350 Zustellern wurde in der vergangenen Woche eine aussagekräftige Stichprobe von Zustellern getestet. Dabei gab es ausschließlich negative Befunde, keiner der Zusteller war mit dem Corona-Erreger infiziert“, teilte Unternehmenssprecher Peter Rey am Mittwoch mit. Aufgrund dieses „eindeutigen Ergebnisses“ seien aktuell keine weiteren Testreihen bei DPD in Duisburg geplant. Trotz dieser erfreulichen Indizien setzt die Stadt die Kontrollen durch das Ordnungsamt fort, die Einhaltung der Maskenpflicht in Bus und Bahn wird durch die DVG überwacht.

Die Stadt Duisburg begrüße die jetzt vom Land NRW beschlossenen Lockerungen, appelliert jedoch an die Duisburger, „ihre zurückgewonnenen Freiheiten nicht durch leichtfertiges Verhalten aufs Spiel zu setzen“, wie es in einer Mitteilung der Stadt von Mittwoch heißt. Auf diversen Kanälen weist die Stadt darauf hin, dass die Menschen weiterhin Abstand zueinander halten, konsequent einen Mund-Nasenschutz tragen und im Umgang miteinander Augenmaß walten lassen sollten, um das Infektionsgeschehen weiter zu reduzieren.

Mit einem kurzen Videoclip, der auf der Website und auf den Social-Media-Kanälen der Stadt zu sehen ist (siehe Box), sollen auch fremdsprachige Bürger erreicht werden. So kann der Clip auch in Englisch und Türkisch abgerufen werden. „Die Lockerungen zeigen uns allen eine Perspektive auf nach den Wochen voller anstrengender, aber auch notwendiger Beschränkungen. Es kommt jetzt auf uns alle an, dass wir uns vernünftig verhalten und diesen Fortschritt nicht leichtsinnig gefährden“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.