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Coronavirus: Stadt Duisburg warnt vor Panikmache in Sozialen Netzwerken

Coronavirus : Stadt Duisburg warnt vor Panikmache in Sozialen Medien

Im Netz kursieren laut Stadtverwaltung unbegründete Gerüchte über Corona-Verdachtsfälle in Duisburg. Das Gesundheitsamt sieht sich gut vorbereitet und steht in ständigem Austausch mit Ärzten und Kliniken.

Die Stadt Duisburg warnt ausdrücklich vor Panikmache in Sachen Coronavirus. Weil in den Sozialen Medien Gerüchte kursieren, sah sich die Verwaltung am Mittwoch zu der Stellungnahme veranlasst, dass es entgegen solcher Gerüchte noch immer keinen Verdachtsfall auf Duisburger Boden gebe. „Nicht jeder, der sich mit Grippesymptomen unwohl fühlt, ist auch gleich ein Corona-Verdachtsfall“, stellte Stadtsprecherin Susanne Stölting klar. „Coronaverdächtig kann nur jemand sein, der Symptome aufweist und sich zuletzt in einer der belasteten Regionen aufgehalten oder Kontakt mit anderen Erkrankten gehabt hat.“

Bei der Verwaltung sei man sich allerdings sehr wohl im Klaren darüber, dass künftig auch in Duisburg Fälle auftreten könnten, sagte Stölting. Sowohl das Robert-Koch-Institut und als auch das Landeszentrum Gesundheit NRW rechneten mit weiteren Fällen auch in Deutschland. Vor dem Hintergrund der auch in Duisburg anlaufenden Grippewelle empfehle das Gesundheitsamt deshalb, sich generell an grundlegende Hygieneregeln zu halten, um eine Verbreitung von Grippe- oder möglicherweise eingeschleppten Coronaviren zu vermeiden. Dazu gehöre beispielsweise

1. Das Husten und Niesen in den Ärmel

2. Das Waschen der Hände vor Kontakt der Hände zu Mund und Augen

3. Das Waschen der Hände vor dem Essen und Trinken

4. Das Vermeiden von Händeschütteln und Umarmungen

5. Taschentücher nur einmal zu benutzen und benutzte Tücher möglichst schnell in einem Mülleimer mit Deckel zu entsorgen.

Der Verwaltung zufolge sieht sich das Duisburger Gesundheitsamt gut auf einen möglichen Verdachtsfall vorbereitet. Auch die Ärzteschaft ist sensibilisiert, um die Einhaltung der Vorgaben des Robert Koch Institutes (RKI) sicherzustellen. Danach müssen möglicherweise eingeschleppte Erkrankungen nach Deutschland frühzeitig dem Gesundheitsamt gemeldet werden, um weitere Ansteckungen einzudämmen.

 Aktuell gelten als Krankheitsverdächtige vor allem jene Menschen, die bis 14 Tage nach einem Kontakt zu einem Coronavirus-Erkrankten oder nach einem Aufenthalt in Risikogebieten Allgemeinsymptome entwickeln. Welche Bereiche als Risikogebiet gelten, wird täglich vom RKI aktuell bewertet und auf der Homepage des RKI bekannt gegeben. Ebenso wird die Falldefinition ständig durch die Weltgesundheitsorganisation und das Robert-Koch-Institut aktualisiert.

Bei einem begründeten Verdachtsfall werden die Betroffenen der Stadt zufolge in einer Klinik abgesondert und auf das Virus untersucht. Würde sich der Verdacht bestätigen, würde das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg weitere enge Kontaktpersonen ermitteln und sie über 14 Tage auf Krankheitszeichen hin überwachen. Gegebenenfalls müssen die Betroffen während dieser Zeit zu Hause isoliert werden. Informationen des Robert-Koch-Institutes zum Coronavirus finden sich unter www.rki.de.

Rückkehrer aus Risikogebieten finden Verhaltenshinweise auf der Homepage der Stadt  unter www.duisburg.de, Stichwort Coronavirus.

Weitere Informationen zum Infektionsschutz gibt es auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.Infektionsschutz.de.