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Coronavirus: Schule und Kita öffnen Montag - Weinmesse abgesagt

Coronavirus in Duisburg : Hermann-Grothe-Schule und Kitas öffnen wieder – Weinmesse abgesagt

Die Hermann-Grothe-Grundschule und zwei benachbarte Kitas in Bissingheim nehmen wieder den Betrieb auf. Wegen des Coronavirus wird nun die Weinmesse abgesagt. Die Duisburger bleiben allerdings gelassen.

Wegen eines Verdachtsfalls im Umfeld der Hermann Grothe Schule musste die Schule und zwei Kitas am Donnerstag geschlossen werden. Nach den aktuellen Ergebnissen des durchgeführten Test und den Ermittlungen des Gesundheitsamtes konnte der Verdacht ausgeräumt werden. Somit können Schule und die Kitas ihren Betrieb am Montag wieder aufnehmen.

Nachdem sich am Mittwoch ein weiterer Corona-Verdachtsfall in Duisburg bestätigt hatte, kündigte die Stadt am Donnerstagmorgen an, die Gemeinschaftsgrundschule Herman-Grothe-Straße und zwei nahegelegene Kitas im Stadtteil Bissingheim geschlossen zu halten.

Außerdem wurden die Eltern von allen Duisburger Schülern in einem Infobrief dazu aufgefordert, ihre Kinder bei Anzeichen von Virusinfekten Zuhause zu behalten – gemeint sind offenbar also auch Erkältungen. Erkrankte Kinder könnten derzeit nicht unterrichtet werden, heißt es dazu von der Stadt. Darauf hätten sich die Verwaltung und die Schulformsprecher verständigt.

Bei dem bestätigten Corona-Fall handelt es sich um eine Frau, die sich erst kürzlich bei einem Seminar in Düsseldorf aufgehalten hat, an dem auch eine Person aus dem stark betroffenen Kreis Heinsberg teilgenommen hat.

Derweil hat die Stadt Duisburg auch eine Info-Hotline zu allen Themen rund um das Coronavirus eingerichtet. Sie lautet: (0203) 940049. Die Nummer ist erreichbar montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. Bei allen anderen gesundheitlichen Einschätzungen solle aber der Hausarzt kontaktiert werden.

Auch wird erneut eine Veranstaltung in Duisburg abgesagt: Die Weinmesse Baden-Württemberg Classics im Landschaftspark fällt in diesem Jahr aus. Der Veranstalter erklärte: „Nach den täglichen Nachrichten zur Entwicklung des Coronavirus und intensiven Gesprächen mit Behörden müssen wir heute eine schwere Entscheidung treffen. Damit folgen wir der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts zu berücksichtigen.“ Die Weinmesse mit etwa 4000 Besuchern und mehr als 80 Ausstellern war für den 4. und 5. April geplant.

Noch scheinen die Duisburger aber gelassen zu sein: Nach Angaben der Stadtwerke ist der Wasserverbrauch in den vergangenen Tagen in der Stadt nicht ungewöhnlich angestiegen: Die Hände werden wohl nicht öfter gewaschen als zuvor.

(atrie)