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Coronavirus in Duisburg: Polizei löst illegale Feiern und Treffen auf

60 bis 80 Corona-Einsätze pro Tag : Duisburger Polizei löst illegale Party auf

In der Nacht zu Mittwoch hat die Duisburger Polizei eine illegale Party im Dellviertel aufgelöst. Die Gäste versteckten sich unter anderem in Waschräumen und hinter Leergutkisten im Keller einer Gaststätte.

Am frühen Mittwochmorgen gegen 1.30 Uhr wurde die Polizei durch einen Tippgeber auf eine illegale Feier in einer Gaststätte auf der Wilhelm-Tell-Straße im Dellviertel aufgmerksam gemacht. Dem Polizeibericht zufolge stellten die Beamten bei ihrem Eintreffen fest, dass die Rolladen der Gaststätte zwar heruntergelassen, aus der Gaststätte selbst aber Stimmen zu vernehmen waren.

Die Polizisten verschafften sich Zugang zmu Hinterhof und trafen dort auf den Betreiber der Kneipe. Bei ihrer Kontrolle trafen die Beamten dann schließlich auf insgesamt 17 Gäste, die sich teilweise in Waschräumen oder im Keller hinter Leergut versteckt hatten. Gleichwohl gaben sie den Behörden dem Bericht zufolge an, dass sie nicht gewusst hätten, dass ihr Verhalten strafbar gewesen sei. Ein Gast (39) zeigte sich besonders uneinsichtig. Die Ordnungshüter nahmen ihn in Gewahrsam.

Wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und die Coronaschutzverordnung erwartet alle Beteiligten nun eine Strafanzeige. Beamte der Kriminalpolizei versiegelten im Anschluss die Gaststätte.

Auch andernorts meldeten Bürger in den vergangenen Tagen immer wieder kleinere Menschenansammlungen, die von der Polizei oder dem Ordnungsamt der Stadt Duisburg aufgelöst wurden. Derzeit laufen der Behörde zufolge täglich zwischen 60 und 80 Einsätze bei der Polizei auf, die in Zusammenhang mit der Pandemie stehen.

Insgesamt habe die Polizei allerdings den Eindruck, dass viele Duisburger verstanden haben, worauf es in diesen Tagen ankomme, heißt es in einer Mittelung der Behörde.

(th)