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Coronavirus in Duisburg: 44 Tote - Gewerkschaft Verdi fordert Tests für Kita-Beschäftige

Bereits 44 Tote in Duisburg : Verdi fordert Corona-Tests für Kita-Beschäftigte

Das Robert-Koch-Institut gibt die Zahl der Corona-Toten in Duisburg mit 44 an. Die Gewerkschaft Verdi will vom Land finanzierte Corona-Tests für das Kita-Personal. Derweil lockert die Stadt die Regeln für Trauungen.

Die Kindertageseinrichtungen sollen jetzt auch in Duisburg von der Notbetreuung schrittweise in einen Normalbetrieb übergehen. Vor diesem Hintergrund fordert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi jetzt die regelmäßige Testung des Kitapersonals auf das Corona-Virus. „Im Umgang mit Kindern sind die bekannten Abstands- und Hygieneregeln nur schwer umsetzbar. Die Kolleginnen und Kollegen sind durch die nun wieder steigende Kinderzahl einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt und haben ein Anrecht darauf, frühzeitig über eine eventuelle Infektion informiert zu sein. Dies ist auch wichtig, um die eigene Familie und pflegebedürftige Angehörige zu schützen“, teilte der zuständige Gewerkschaftssekretär Markus Renner am Donnerstag mit.

Gerade vor dem Hintergrund der Situation in Hochfeld und Marxloh, wo es überproportional hohe Infektionszahlen gebe, erscheine diese Forderung absolut berechtigt. Sie sei auch im Sinne der Arbeitgeber. „Wenn bei den Beschäftigten eine Infektion frühzeitig erkannt wird, kann verhindert werden, dass ganze Einrichtungen schließen und große Teile des Personals unter Quarantäne gestellt werden müssen. Man kann frühzeitig handeln und den notwendigen Betreuungsbedarf so aufrechterhalten“, so der Gewerkschafter. Da es sich bei der geforderten breitflächigen und regelmäßigen Testung des Kitapersonals um eine Aufgabe des allgemeinen öffentlichen Interesses handele, sieht ver.di hier das Land NRW in der Pflicht, die Tests zur Verfügung zu stellen und die Kosten zu tragen.

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Die Stadt Duisburg informiert inzwischen vormittags immer ülber die aktuellen Zahlen des Vortags. Danach haben sich in Duisburg zum Stand 13. Mai, 20 Uhr, in Summe 1018 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 41 Infizierte sind nach Angaben der Stadt verstorben. Das Robert-Koch-Institut berichtet indes zum Stand vom 14. Mai, 0 Uhr, von 44 Toten. 768 Infizierte sind der Stadt zufoge wieder genesen, so dass es aktuell 209 Infizierte in Duisburg gibt. Zudem befinden sich derzeit 734 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Bei den Hochzeiten in Duisburg gibt es nun Lockerungen. Bisher wurden bei Trauungen nur die Brautleute und der Standesbeamte zugelassen. Nun wird der Personenkreis ab sofort erweitert und nach der Größe des jeweiligen Trauraumes gestaffelt. Im Trauraum des Standesamtes Mitte (im Rathaus Duisburg) gilt: Zehn Personen: zwei Brautleute, zwei Trauzeugen, vier Brauteltern, ein Standesbeamter sowie ein Fotograf. Anstelle der Trauzeugen und Brauteltern können auch sechs andere Personen teilnehmen. In den Trauräumen der Standesämter Nord (Hamborn) und West (Rheinhausen)sind jeweils sechs Personen zugelassen.

(mtm)