Coronavirus in Duisburg Stadt nimmt drittes Sichtungszentrum in Betrieb

Duisburg · Nach den Corona-Sichtungszentren im Norden und im Süden der Stadt richtet Duisburg ab Mittwoch ein neues medizinisches Zentrum im Duisburger Westen ein. Es findet sich an der Glück-Auf-Halle in Homberg.

 Am neuen Sichtungszentrum werden keine Tests durchgeführt.

Am neuen Sichtungszentrum werden keine Tests durchgeführt.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Weil das Patientenaufkommen in den Duisburger Notaufnahmen und Arztpraxen in den vergangenen Tagen weiter zugenommen hat, sieht sich die Stadt Duisburg dazu veranlasst, ein weiteres Sichtungszentrum für Erkrankte in Betrieb zu nehmen. Die neue Sichtungsstelle an der Glück-Auf-Halle soll Anlaufstelle für die Bürger in Homberg, Ruhrort, Rheinhausen und Baerl werden. Die Verwaltung will auf diese Weise die Wartezeiten von Patienten verringern sowie Notaufnahmen und Arztpraxen entlastet.

In dem neuen Sichtungszentrum sollen sich der Stadt zufolge unabhängig von einem Corona-Verdacht alle Personen vorstellen, die sich krank fühlen und in der Lage sind, diese Sichtungsstelle selbstständig aufzusuchen. Dort werden sie durch einen Arzt untersucht. Stellt dieser eine Behandlungsbedürftigkeit fest, händigt er Patienten eine entsprechende Bescheinigung aus. Mit dieser Bescheinigung stellen sich die betroffenen Patienten dann in einer Arztpraxis oder einer Notaufnahme vor.

Ein wichtiger Hinweis der Verwaltung: Das medizinische Sichtungszentrum stellt keine Rezepte, Arbeitsunfähigkeits- oder Quarantänebescheinigungen aus. Auch wird dort kein Coronatest durchgeführt. Für den müssen die Patienten weiterhin in die Corona-Testzentren an der Stadthalle Walsum oder an der Gesamtschule Süd fahren.

Die Standorte der medizinischen Sichtungszentren:

  • Sichtungszentrum West: Glück-Auf-Halle, Dr.-Kolb-Str. 2, 47198 Duisburg-Homberg
  • Sichtungszentrum Süd: Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168-172, 47269 Duisburg-Großenbaum
  • Sichtungszentrum Nord: Stadthalle Walsum, Waldstr. 20 (Anfahrt über Beckersloh), 47179 Duisburg-Walsum

Alle drei Sichtungszentren sind täglich in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Patienten, die sich dort vorstellen, benötigen ihren Personalausweis und die Versichertenkarte der Krankenkasse.

Die Stadt weist außerdem noch einmal darauf hin, dass Anrufer über die Notrufnummern 112 oder 110 keine Auskünfte zu Corona erhalten. Die Notrufnummern müssen für Notfälle freigehalten werden. Telefonische Auskünfte zum Virus bekommen Duisburger bei Ihrem Hausarzt oder außerhalb der Praxiszeiten beim Ärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117. Da viele Menschen großen Informationsbedarf haben, kann es am Telefon zu längeren Wartezeiten kommen.

(th)
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