1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Coronavirus Duisburg: Stadt verbietet Sportkurse, Gottesdienste, Konzerte

Steigende Zahl von Corona-Fällen : Duisburg untersagt alle Veranstaltungen in den kommenden fünf Wochen

In Duisburg sind alle Veranstaltungen bis Mitte April abgesagt worden. Auch Gottesdienste, Fitnessstudios und Spielhallen sind von den Maßnahmen betroffen. Der Oberbürgermeister bittet um Verständnis.

Das öffentliche Leben in Duisburg steht still. Erneut hat die Stadt ihre Maßnahmen im Kampf gegen den sich ausbreitenden Coronavirus verschärft.  Ab sofort sind alle Veranstaltungen im Stadtgebiet bis zum 19. April untersagt. Duisburg folgt damit einem Erlass von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) von Freitag. Stattfinden dürfen lediglich Veranstaltungen, „die aus Gründen überwiegenden öffentlichen Interessen notwendig sind“, etwa zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Dazu zählen unter anderem Wochenmärkte.

Verboten sind hingegen Gottesdienste, Theatervorführungen, Konzerte und Veranstaltungen in Discos, Clubs und Bars. Ebenfalls untersagt ist der Besuch von Sportkursen und Fitnessstudios. Nicht erlaubt sind außerdem der Betrieb von Bordells und Spielhallen. Restaurants und Gaststätten bleiben allerdings geöffnet.

Oberbürgermeister Sören Link (SPD) bittet um Verständnis für die angekündigten Restriktionen. „Ich weiß, dass die neu getroffenen Maßnahmen das Leben von fast allen Duisburgerinnen und Duisburgern auf ganz unterschiedliche Weise betreffen. Ich kann den Impuls eines jeden verstehen, der sich jetzt wünscht, die getroffenen Maßnahmen seien eigentlich gar nicht nötig, seien übertrieben“, sagte Link am Sonntag. Und weiter: „Ich muss Ihnen jedoch sagen: jede einzelne Maßnahme ist nötig und sinnvoll, um den Virus so schnell es geht auszuhungern.“

Die Zahl der Infizierten ist unterdessen auf 24 gestiegen. Alle Fälle haben bislang einen milden Verlauf, teilt die Stadt mit. Ende vergangener Woche hatte die Verwaltung noch 14 Fällen in Duisburg gemeldet. In Duisburg bleibt aber nicht alles geschlossen. Der Besuch von Restaurants und Gaststätten, die mit einem Essensangebot der Versorgung dienen, ist weiterhin möglich. Von der Schließung sind neben den Bürgerhäusern auch alle Jugendzentren und Jugendeinrichtungen betroffen. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts sind zur Bewältigung der Weiterverbreitung des Coronavirus „massive Anstrengungen“ erforderlich. Soziale Kontakte sollen sowohl im privaten, beruflichen als auch im beruflichen Bereich reduziert werden, um Infektionen zu vermeiden.

Die Bürgerservicestationen der Stadt arbeiten ab Montag nur noch mit vorheriger Terminabsprache. Termine können hier vereinbart werden. Nähere Informationen zu den Öffnungszeiten der Bürgerservicestationen gibt es online oder über das städtische Call-Center unter der Rufnummer 0203 94000.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So hat das Coronavirus Duisburg leergefegt