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Corona-Zahlen Duisburg: Inzidenz bei 201,5

Mehr als 1000 Corona-Infizierte : Sieben-Tage-Inzidenz in Duisburg liegt bei 201,5

Die Zahl der Corona-Fälle in Duisburg steigt weiter. 163 Neuinfektionen sind in den vergangenen 24 Stunden dazu gekommen. Gemeldet wurden 1163 neue Tests.

Die Zahl der Corona-Infizierten in Duisburg steigt erneut weiter an. Derzeit (Stand: 27. Oktober, 20 Uhr) leben 1124 infizierte Menschen in der Stadt. Das ist der höchste Wert, der in Duisburg jemals gemessen wurde. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 201,5. Insgesamt haben sich in Duisburg 4830 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 3627 gelten inzwischen als genesen, 79 sind verstorben.

In Duisburg wurden bisher insgesamt 67.926 Tests durchgeführt. Bis Dienstag waren es noch 66.763 Tests gewesen, so dass es an einem Tag insgesamt 11163 Tests gegeben hat.

In den städtischen Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen gilt seit Donnerstag, 22. Oktober, die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat Mitte Oktober einen neuen verpflichtenden Erlass an die Ordnungsbehörden versandt. Danach müssen alle Duisburgerinnen und Duisburger bei Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch am Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Sporthallen dürfen für Kontaktsport nicht mehr genutzt werden, das umfasst auch den Schulsport.

Solange der Inzidenzwert von 50 überschritten ist, wird bei Veranstaltungen und Versammlungen die Teilnehmerzahl auf 20 Prozent der normalen Kapazität des jeweiligen Veranstaltungsortes festgesetzt. Dabei gilt eine absolute Obergrenze von 250 Personen in geschlossenen Räumen und 500 Personen im Außenbereich.

Private Feiern aus besonderen Anlässen in gastronomischen Betrieben werden auf nur noch zehn Teilnehmer begrenzt. Für die Gastronomie greifen ebenfalls neue Regeln: Die Öffnungszeit ist auf maximal 23 Uhr begrenzt. Dies gilt auch für den Verkauf von alkoholischen Getränken, beispielsweise an Trinkhallen.

Die Sperrstundenregelung nimmt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link zum Anlass, die Landesregierung zu kritisieren: „Das Virus lässt uns nicht die Zeit, mit zwingend erforderlichen Maßnahmen noch Wochen zu warten. Ich fordere die Landesregierung eindringlich auf, das Tempo ihres Krisenmanagements endlich der tatsächlichen Pandemiesituation anzupassen“, so Link.

Es sei doch völlig widersinnig, dass es noch immer möglich sei, mit riesigen Feiern in Nachbarstädte auszuweichen, nur weil diese derzeit den Inzidenzwert noch nicht überschreiten. „Als wenn Krisenbewältigung in Pandemiezeiten an Stadtgrenzen aufhören könnte! Die Lebenswirklichkeit im Ruhrgebiet sieht anders aus. Und: die Einschränkungen müssen verständlich kommuniziert werden, wenn in der Bevölkerung Akzeptanz geschaffen werden soll. Warum wurde von der Landesregierung eine Sperrstunde angeordnet, ohne für alle verbindliche Zeiten vorzugeben? Da so ein weiterer Flickenteppich entsteht, wird das Akzeptanzproblem vieler Bürger weiter verschärft. Dem gilt es schnell entgegenzuwirken."

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Land Nordrhein-Westfalen weitere Vorgaben machen wird, da der Gesamtinzidenzwert für NRW inzwischen bei fast 40 liegt. Die ausdrückliche Empfehlung des Krisenstabes ist es, dass die Verlagerung von privaten Feierlichkeiten an andere Orte, die noch unterhalb der Grenzwerte liegen, unterbleiben soll. Auch private Feiern im häuslichen Umfeld sind möglichst zu vermeiden.

Mittlerweile lässt der Krisenstab auch gezielt Personen ohne Symptome testen, die etwa in Kliniken und Kitas arbeiten. Gibt es nun einen Verdacht auf einen größeren Ausbruch, sollen nun schneller Quarantäne-Maßnahmen ergriffen werden. Nach Bekanntwerden der Fälle bei Öztas wurde auch eine Sammelunterkunft in Obermarxloh unter Quarantäne gestellt.

(atrie/egb/th/mtm/lils)