1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Corona Duisburg: Kinderärzte warten auf Impfstoff

Corona-Impfungen : Duisburger Kinderärzte warten auf Impfstoff

Die Priorisierung ist aufgehoben und sogar viele Kinder und Jugendliche dürfen seit Montag geimpft werden. Eltern rufen daher in den Duisburger Arztpraxen an. Erfolgsversprechend ist das jedoch derzeit noch nicht.

Die Corona-Impfstoffe sind in Deutschland nach wie vor ein knappes Gut. Doch seit Montag kann sich zumindest theoretisch fast jeder Bürger gegen Covid-19 impfen lassen. Neben Erwachsenen auch Kinder ab zwölf Jahren. Da über die Impfzentren aktuell nichts geht, fragen Duisburger Eltern nun bei Kinderärzten nach Terminen, wie eine Umfrage unserer Redaktion ergeben hat. Doch auch dort können sie lediglich vertröstet werden.

„Den ganzen Tag klingelt das Telefon. Nicht erst seit heute“, heißt es am Montag aus der Gemeinschaftspraxis von Christine Firnhaber und Uwe Roschlau in Huckingen. Zwar gebe es auch weiterhin Anrufer, die sich wegen akuten Krankheiten ihrer Kinder melden. Es gebe aber „viele Impfwillige“, sagt eine Praxis-Mitarbeiterin. Etwas konkretes könne sie den Eltern jedoch noch nicht sagen. Lediglich: „Wir planen, zu impfen, aber es gibt noch keinen Impfstoff.“

Anderer Ort, ähnliches Bild. Auch bei der Praxis von Houyem Hachemi in Hochfeld haben sich bereits einige Eltern gemeldet. „Man merkt, dass die Nachfrage da ist“, heißt es dort. Zwar überwiegen noch die Anrufer mit erkrankten Kindern, doch die Fragen nehmen auch hier am Telefon zu. Und die Antworten sind wie in Huckingen noch sehr unkonkret. Ein Impfen sei geplant. „Wann wir loslegen können, weiß ich selbst noch nicht“, sagt eine Mitarbeiterin.

  • Hermann Josef Kahl wird in dieser
    Frust bei Eltern und Ärzten : Startprobleme bei Kinder-Impfungen in Düsseldorf
  • In der Viersener Praxis der Kinderärztin
    Impfungen im Kreis Viersen : Patienten verzweifeln bei der Terminsuche
  • FOTO: Jens Schicke/imago
    Menschen ohne Hausarzt, Kinder, Chroniker : So kommen Sie nach Ende der Priorisierung an einen Impftermin

Doch nicht alle Kinderarztpraxen wollen überhaupt selbst impfen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen haben die Mitarbeiter der Praxis von Michael Bunka somit immerhin eine klare Antwort für alle anrufenden Eltern. Impfungen sind dort vorerst nicht geplant. Die Nachfrage sei nicht so groß wie bei den Erwachsenen. Außerdem empfehle die Ständige Impfkommission eine Impfung derzeit erst ab 16 Jahren. „Daran halten wir uns“, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion.