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Corona Duisburg: Diese Maßnahmen plant die Stadt in Hotspots

Inzidenz über 200 : Diese Maßnahmen plant die Stadt Duisburg in Corona-Hotspots

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Duisburg liegt seit längerer Zeit über 200. Insbesondere der Norden der Stadt, wo viele ärmere Menschen leben und es einen hohen Migrationsanteil gibt, ist von hohen Infektionszahlen betroffen. Wie nun Aufklärung betrieben werden soll.

Die Stadt Duisburg werde aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen ihre Aufklärungsarbeit in den besonders betroffenen Stadtteilen verstärken, hieß es in einer am Montagnachmittag veröffentlichten Pressemitteilung. So würden ab sofort vor Ort Fahrzeuge des Bürger- und Ordnungsamts mit Lautsprecherdurchsagen eingesetzt.

Dabei solle in verschiedenen Sprachen insbesondere auf das aktuelle Infektionsgeschehen aufmerksam gemacht werden. Außerdem werde erklärt, wie jeder dabei mithelfen könne, eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Insbesondere im Norden der Stadt, wo sowohl der Armenanteil als auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund besonders hoch ist, gibt es aktuell viele Infektionen mit dem Covid-19-Virus. Das wurde aus einer am vergangenen Freitag von der Verwaltung erstmals veröffentlichten Statistik zum Infektionsgeschehen in allen 48 Duisburger Stadtteilen deutlich.

Wie die Stadt ebenfalls am Montag mitteilte, sollen die Bürgerinnen und Bürger in den aktuell stark betroffenen Stadtteilen mit Informationstischen und Multiplikatoren aus den Communitys vor Ort persönlich mehrsprachig informiert werden. So soll unter der Einhaltung der geltenden Corona-Regeln der direkte Kontakt hergestellt und auf die richtigen Verhaltensweisen während der Pandemie aufmerksam gemacht werden. Flankiert werden diese Vor-Ort-Maßnahmen von digitalen Aufrufen im Internet – zum Beispiel auf www.facebook.com/stadt.du.

Die Botschaften würden außerdem an zentraler Stelle über Multiplikatoren der verschiedenen Communitys in die entsprechenden Gemeinschaften getragen, so die Stadt Duisburg. Eine mehrsprachige Übersicht zum Thema Corona gibt es im Internet unter www.duisburg.de/corona-info.

Die Stadt Duisburg werde darüber hinaus auch weiterhin gezielte Gespräche in Schulen, Kindertagesstätten, bei der Wohnungswirtschaft, in Wohnheimen und mit Familien führen, hieß es.

Für alle Duisburgerinnen und Duisburger besteht seit geraumer Zeit ohnehin schon die Möglichkeit eines regelmäßigen und kostenlosen Schnelltests an vielen verschiedenen Stationen im Stadtgebiet. Termine können im Internet auf der mehrsprachigen Seite www.du-testet.de vereinbart werden.

(dab)