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Corona Duisburg: Aktuelle Zahlen der Infizierten (Stand 3. August)

Corona-Update : So viele Infizierte gibt es derzeit in Duisburg

Die Zahl der Corona-Fälle in Duisburg steigt leicht. Derzeit sind 118 Menschen infiziert. Die Stadt gehört damit aber weiter zu den am schwersten betroffenen Gebieten in Deutschland. Der Krisenstab appelliert an die Bürger, vorsichtig zu sein.

Die Zahl der Corona-Infizierten in Duisburg bleibt auf hohem Niveau. Aktuell (Stand: 2. August, 20 Uhr) leben derzeit 118 infizierte Menschen in der Stadt. Vergangene Woche waren es 117 gewesen. Insgesamt haben sich in Duisburg 1961 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 1781 gelten inzwischen als genesen, 62 sind gestorben. In Duisburg wurden bisher insgesamt 29.110 Tests vorgenommen.

Die Stadt steht nach wie vor ganz oben auf der Liste der von der Pandemie am schwersten betroffenen Gebiete im Land. Laut Gesundheitsamt waren viele Fälle in der Vergangenheit auf vier Ursprünge zurückzuführen: Die Infektionsketten bei Öztas, ein Ausbruch beim Paketdienstleister DPD und zwei Zuckerfesten in Bruckhausen und Moers. Bei einem der muslimischen Feste, das auf den Fastenmonat Ramadan folgt, hatten sich insgesamt 14 Personen angesteckt.

Vor dem Hintergrund steigenden Corona-Neuinfektionen appelliert Krisenstabsleiter Martin Murrack an die Duisburger, weiter vorsichtig zu sein und die neugewonnen Freiheiten umsichtig zu nutzen: "Die steigenden Infektionszahlen stimmen mich besorgt. Beim Gesundheitsamt stellen wir aktuell fest, dass die massive Zunahme von Kontakten die Nachverfolgung immens erschwert. Viele der Infizierten geben über 30 Kontaktpersonen der Kategorie 1 an. Diese telefonisch zu erreichen dauert oft viel zu lang, eine schnelle Kappung des Infektionsweges wird dadurch immer schwerer.“

Mittlerweile lässt der städtische Krisenstab auch gezielt Personen ohne Symptome testen, die etwa in Kliniken und Kitas arbeiten. Gibt es nun einen Verdacht auf einen größeren Ausbruch, sollen nun schneller Quarantäne-Maßnahmen ergriffen werden. Nach Bekanntwerden der Fälle bei Öztas wurde auch eine Sammelunterkunft in Obermarxloh unter Quarantäne gestellt.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass das Bundesgesundheitsministerium angekündigt hat, zukünftig einen verpflichtenden Test für alle Rückkehrer aus sogenannten Corona-Risikogebieten anzuordnen. Ausgenommen seien die Reisenden, die einen negativen Coronatest eines anerkannten Labors vorweisen könnten, der nicht älter als 48 Stunden sein dürfe. Zuständig für die Testung der Reiserückkehrer sei die Kassenärztliche Vereinigung mit ihren niedergelassenen Ärzten.

Die Stadt bittet Reisende deshalb darum, sich zunächst an ihren Hausarzt zu wenden. Führt dieser keine Coronatests durch, kann er die Reisenden an die zentrale Teststelle im Theater am Marientor überweisen (TAM). Doch Achtung: Eine Testung der Reiserückkehrer im TAM kann nur mit vorliegender Überweisung durch den Hausarzt erfolgen. Eine freiwillige Testung ist nicht möglich, diese kann nur auf eigene Kosten beim Hausarzt erfolgen. Getestet werden dort ausschließlich Rückkehrer aus Risikogebieten.

(atrie)