Duisburg: Cölve-Brücke: Neubau laut CDU "durchaus machbar"

Duisburg : Cölve-Brücke: Neubau laut CDU "durchaus machbar"

Derweil wurden 300 Raser geblitzt.

Als "nicht zielführend" wertet der CDU-Bezirksverband Rheinhausen jetzt den Vorschlag der SPD, das Areal des maroden Bauwerks von der Stadt Moers zu erwerben, um dann eine neue Brücke bauen zu können. "Wir können die Uhr danach stellen", vermutet Bezirksverbandschef Detlef Helmdach: "Nach dem Wahltag verschwindet das Thema wieder im Rundordner." Fakt sei, dass sich eine Gebietsübertragung, wie sie die SPD fordert, dermaßen komplex und langwierig gestalten würde, dass mit einer Realisierung nicht mehr in diesem Jahrzehnt gerechnet werden dürfe.

Umso unverständlicher, da die Fakten, so Helmdach, klar auf dem Tisch lägen. Er verweist auf einen Brückenvertrag, der zwischen den Kommunen geschlossen worden sei. Dieser besage eindeutig, dass die Stadt Moers 65 Prozent und die Stadt Duisburg 35 Prozent der kommunalen Anteile für den Neubau der Brücke zu stemmen hätten. Bei Kosten von geschätzten fünf Millionen Euro wären das bei einem mit angenommenen 80 Prozent bezuschussten Projekt für Moers 650.000 und für Duisburg 350.000 Euro. Greifbare Taten vollzieht unterdessen das Ordnungsamt.

Es reagierte auf die Beschwerden der Anwohner und verstärkte die Kontrollen auf den Ausweichrouten rund um die Cölve-Brücke. Wie berichtet, rasen viele Fahrer seit der Sperrung durch umliegende Wohnstraßen. Geblitzt wurde etwa auf der Neu- und der Lohstraße, wo jeweils Tempo 30 gilt. Ergebnis: Bisher über 300 Verfahren wegen Missachtung der Geschwindigkeitsvorgaben. Jetzt wollen die Tempohüter auf der angrenzenden Straße Oberfeld aktiv werden.

(RPN)
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