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CityPalais: Anteilseigner am Immobilienfonds bekommen sechs Prozent Rendite

Hannover Leasing : Umbau nach viereinhalb Jahren beendet

Nach rund viereinhalb Jahren ist die Restrukturierung des CityPalais beendet. Neben den Umbaumaßnahmen wurde auch das Konzept geändert. Die Macher sind vom Erfolg des Projekts überzeugt, die Eigner freuen sich über sechs Prozent Rendite.

Eine reine Shopping Mall (Einkaufszentrum) sollte das CityPalais nie sein. Mit dem Kleinen und Großen Saal der Mercatorhalle, dem Spielcasino und den Büroflächen in der Rotunde war dies auch von Anfang an nicht so gedacht. Trotzdem hatten sich das ursprüngliche Konzept bereits nach einigen Jahren überholt – was völlig normal sei, so Andreas Müller-Kehm, Geschäftsführer der DIS GmbH in Troisdorf. Sein Unternehmen befasst sich unter anderem auch mit der Revitalisierung von Gewerbeimmobilien. Dass dies im Fall des CityPalais gelungen ist, davon sind Bernd Schlapka und Alexander Holzmair vom Eigentümer Hannover Leasing überzeugt.

 Zur Königstraße hin gab es früher die langsame Drehtür (links).
Zur Königstraße hin gab es früher die langsame Drehtür (links). Foto: hib GmbH, Köln

Denn inzwischen gibt es auf der 37.700 Quadratmeter großen Gesamtfläche keine nennenswerten Leerstände mehr, sagt Holzmair. Im Bereich des Handels liegen sie bei 0,6 Prozent. Wobei auch die Verantwortlichen wissen, dass ein Autohaus nicht unbedingt der ideale Mieter für den Immobilienkomplex am König-Heinrich-Platz ist.

 Nun sind hier Schiebetüren.
Nun sind hier Schiebetüren. Foto: hib GmbH, Köln

Rund acht Millionen Euro wurden in die Modernisierung gesteckt. „Einiges war halt schon nicht mehr zeitgemäß“, meint Bernd Schlapka. Hannover Leasing mit Sitz im bayerischen Pullach betreut den Immobilienfonds für das CityPalais. „Das geht vom Kleinanleger mit einer Einlage von 25.000 Euro bis zum institutionellen Anleger“, so Schlapka. Die Eigner sind dann zufrieden, wenn die Rendite stimmt. Und das wiederum funktioniert am besten, wenn das Konzept stimmt und das CityPalais vollvermietet ist. „Wir haben die ochsenblutroten Säulen durch ein elegantes Grau ersetzt, die Außenterrasse einheitlich gestaltet und überdacht und die Drehtür am Haupteingang zur Königstraße durch Schiebetüren ersetzt“, sagt Schlapka. Koordiniert hat die Maßnahmen Alwin Lindemann vom Kölner Unternehmen hib, einem Spezialisten für Handelsimmobilien. „Insbesondere die Drehtür wurde bei Veranstaltungen zum Hindernis. Wenn viele Menschen gleichzeitig ins Gebäude wollten, gab es manchmal einen Rückstau, und die Menschen standen bei Regenwetter viel zu lange draußen“, so Lindemann.

 Die ochsenblutroten Säulen sind nun grau.
Die ochsenblutroten Säulen sind nun grau. Foto: hib GmbH, Köln
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Entscheidend gewesen sei aber, dass das Konzept angepasst wurde. Nach der Trennung von Hema zog mit TK Maxx ein neuer Magnet ein. „Wir haben mit TK Maxx wie mit allen anderen Nutzern einen langfristigen Mietvertrag“, berichtet Schlapka. Ansonsten setzen die Verantwortlichen verstärkt auf Gastronomie, Events und Unterhaltung und weniger auf den klassischen Einzelhandel. Schließlich will man sich mit dem gegenüberliegenden Forum ergänzen und sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Mit den „enigmania“-Escape Rooms ist ein weiteres Freizeitangebot dazugekommen, das vor allem von jungen Menschen in Anspruch genommen wird.