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Duisburg: CDU: Lensdorf soll es richten

Duisburg : CDU: Lensdorf soll es richten

Der Ruhrorter Unternehmer Benno Lensdorf soll Oberbürgermeisterkandidat der CDU werden. Lensdorf verfügt über große kommunalpolitische Kompetenz und Erfahrung.

Wie unattraktiv es offenbar ist, Oberbürgermeister in Duisburg zu werden, haben nicht nur die SPD und das Abwahlbündnis zu spüren bekommen. Auch die CDU tat sich schwer, einen Kandidaten für die Wahl am 17. Juni zu finden. Mit Benno Lensdorf wird sie am heutigen Abend ein Mitglied aufs Schild heben, das sich kommunalpolitisch seit Jahrzehnten stark engagiert.

Ob als Ratsherr, als Ratsfraktionsvorsitzender oder als Bürgermeister — auf den Ruhrorter Unternehmer ist in der Vergangenheit stets Verlass gewesen. Er tritt ruhig und besonnen auf, vermeidet persönlich-beleidigende Angriffe, ist bestrebt, immer den richtigen Ton zu treffen, sagt allerdings parteiintern durchaus seine Meinung, auch wenn sie von der der Mehrheit abweicht. Wie konfliktfähig er ist, hat er bewiesen, als er seinerzeit für viele überraschen den Ratsfraktionsvorsitz von Dr. Jürgen Kämpgen übernahm, was in Teilen der Partei für heftige Diskussionen gesorgt hatte. Hoch angerechnet wird ihm, dass er damals mit seinem in Ungnade gefallenen Vorgänger immer fair umging.

Benno Lensdorf verfügt über große kommunalpolitische Kompetenz und kennt seine Heimatstadt Duisburg in- und auswendig. Seit der Abwahl von OB-Sauerland hat er dessen wesentliche Repräsentionsaufgaben übernommen und beispielsweise bei Ratssitzungen bewiesen, dass er mit Überblick und Fairness die (schwierigen) Debatten führen kann. Seine Umgebung schätzt ihn wegen seiner sensiblen Art und seiner großen Hilfsbereitschaft und, weil er niemals überheblich auftritt.

Nach der Loveparade-Katastrophe war er es, er die teilweise sehr belastenden Gespräche mit Angehörigen der Opfer führte und damit die Aufgabe übernahm, zu der sich der seinerzeit in der Kritik stehende Sauerland nicht in der Lage sah.

Lensdorf ist Inhaber der alteingesessenen Firma "benno", eine Vertriebsgesellschaft für technischen Bedarf mit Sitz in Ruhrort. Er wird im kommenden Jahr 70 Jahre und damit fast doppelt so alt wie sein stärkster Herausforderer. Sören Link, SPD, ist gerade 35 Jahre alt. Seine Kritiker halten ihm darum auch vor, viel zu jung für dieses große Amt zu sein und zudem über keinerlei kommunalpolitische Erfahrungen zu verfügen.

Die (fast) sieben Lebensjahrzehnte sind dem Christdemokraten nicht anzusehen. Er wirkt wesentlich jünger und dynamischer. Vor allem sein Sport hält den begeisterten Segler (mit allen Scheinen, die einem Laien offen stehen) fit und gesund. Benno Lensdorf ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und sechs Enkelkinder. Der Zusammenhalt der Familie ist ihm sehr wichtig und liefert das Fundament und die Sicherheit, die er für seine tägliche berufliche und politische Arbeit benötigt.

(RP)