CDU fordert mehr Tempo-30-Zonen in Rumeln-Kaldenhausen

Verkehr im Duisburger Westen : Mehr Tempo-30-Zonen in Rumeln-Kaldenhausen

Die Ideen für mehr Tempo-30-Zonen haben in den vergangenen Wochen in Rumeln-Kaldenhausen eine lebhafte Diskussion ausgelöst.

Es gibt Stellen, da hat niemand etwas gegen eine vernünftige Geschwindigkeitsreduzierung. Dazu gehört wohl auch unstreitig Tempo 30 vor dem Kindergarten Kaldenhausen an der Düsseldorfer Straße. „Auf der einen Seite eine schnell befahrene Durchfahrtsstraße, auf der anderen Seite ein lebendiges Bringen und Abholen kleiner und kleinster Kinder – da entsteht fast automatisch eine Schutzbedürftigkeit“, heißt es von der CDU, die sich von Anfang an für Tempo 30 dort stark gemacht hatte. An anderen Orten haben es CDU-Ratsfrau Iris Seligmann-Pfennings und die Bezirksvertreter Hans Partenheimer und Ferdi Seidelt nicht ganz so leicht.

Die Rathausallee verläuft schnurgerade und ist breit ausgebaut – beste Voraussetzungen, um auch schon mal als Rennstrecke missbraucht zu werden. Das passiert gelegentlich auch, aber schon bei Tempo 50 ist der westliche Teil der Rathausallee mit fünf Ein-und Ausfahrten (Altenheim, Rewe, Geistfeld, Aldi, Lidl) und ihrer hohen Querungsfrequenz am Ärztehaus für Fußgänger nicht ungefährlich – zumal es zwischen dem Ärztehaus und dem Rewe-Parkplatz eine Querungshilfe mit Mittelinsel, aber keinen Zebrastreifen gibt. „Hier muss nach menschlichem Ermessen von der Düsseldorfer Straße bis mindestens zur Feuerwache mit Tempo 30 gesichert werden“, so die CDU-Vertreter. Das indes verhindere die SPD in der Bezirksvertretung.

Tempo 30 ist an vielen Stellen in Rumeln-Kaldenhausen wünschenswert, wird aber nicht überall schnell umgesetzt. Foto: Ferdi Seidelt

Die Behörde hat nun die ersten 150 Meter der Rathausallee auf Tempo 30 umgestellt. Kaum waren die Schilder aufgestellt, sei auch schon geblitzt worden, moniert die CDU. Dabei gehe es nicht darum, Autofahrer zu bestrafen, sondern die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Pflegedienstleister Lars Fruth vom Altenheim sage, dass leicht demente oder verwirrte Menschen, die auf die andere Straßenseite wollen, latent in Gefahr seien. Deshalb begrüße seine Einrichtung die Einführung der Tempo-30-Zone.

Analog zur sensiblen Situation vor dem Kindergarten Düsseldorfer Straße und dem Altenheim an der Rathausallee sieht die CDU auch den Wunsch der Heimleitung des Malteserstifts Veronika-Haus in Kaldenhausen als gut und richtig an. Die Wegeverbindung an der Kapellener Straße zwischen Altenheim und Sittard sei sensibel. Ratsfrau Iris Seligmann-Pfennings sagt für den Ortsverband: „Nunmehr haben wir alle kritischen Einrichtungen in Rumeln-Kaldenhausen mit entsprechenden Initiativen bedacht. Wenn uns dafür auch der eine oder andere Autofahrer vorwirft, wir würden ihm seine ‚Freie Fahrt‘ nehmen, soll dieser einfach mal unsere Gedanken verinnerlichen.“

In der Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung vom 30. November 2016 heißt es: „Es kommt jetzt auf die Durchsetzungskraft interessierter Bürger und den Gestaltungswillen der Verkehrsplaner an.“ Es braucht also immer zwei interessierte Seiten, die bei Änderungen mitmachen.