Landtagswahl 2012: CDU fällt auf ein Rekordtief

Landtagswahl 2012: CDU fällt auf ein Rekordtief

Die SPD ist Sieger der Landtagswahl in Duisburg. Ihre vier Direktkandidaten setzten sich erwartungsgemäß souverän durch. Die CDU hingegen fuhr ihr historisch schlechtestes Landtagswahlergebnis ein.

Als Ralf Jäger, Innenminister und Duisburgs SPD-Parteichef gegen 19.20 Uhr mitsamt Gefolge das Rathaus betrat, wurde sein Auftritt fast schon zum Triumphzug. Jäger zeigte Emotionen und erklärte: "Ich bin überwältigt. Das ist ein sensationelles Ergebnis. Aber ich habe schon in den vergangenen Tagen und Wochen gespürt, dass die Stimmung im Land für uns immer besser wird."

Dann brachte er auf den Punkt, was wohl viele seiner Parteifreunde dachten: "Heute Abend wird gefeiert — und morgen früh beginnt für uns der Oberbürgermeisterwahlkampf. Dass sich die vier SPD-Direktkandidaten in den Duisburger Wahlkreisen mit absoluter Mehrheit durchsetzten, war erwartet worden. Das beste Ergebnis erzielte allerdings nicht Ralf Jäger mit 58,4 Prozent im Bezirk Meiderich /Innenstadt, sondern Frank Börner (Norden) mit 59,01 Prozent. Aber auch Rainer Bischoff (Westen) und Sarah Philipp holten souverän ihre Wahlkreise.

Sieben schafften es sofort

Duisburg wird künftig mit sieben Abgeordneten im Landtag vertreten sein. Neben den vier Sozialdemokraten schafften Petra Vogt (CDU), Holger Ellerbrock (FDP) und Dr. Birgit Beisheim (Grüne) den Einzug in den Landtag über die Listen ihrer Partei.

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Die CDU verlor in Duisburg rund sechs Prozent gegenüber der Landtagswahl 2010 und zog entsprechend zerknirscht zur internen Wahlparty davon. Ganz anders die FDP, die mit ihrem Kleinstzuwachs bei den Zweitstimmen von 0,3 Prozent durchaus zufrieden war. Vor allem ihr Landtagskandidat (und jetzt wieder -abgeordneter) Holger Ellerbrock hatte Spaß. Die Neuwahlen, die vor allem die Liberalen zu verantworten hatten, habe sich gelohnt: "Jetzt haben wir im Land wenigstens wieder klare Verhältnisse".

Niedrige Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung in Duisburg ging übrigens ein weiteres Mal nach unten, 2010 war mit 54,24 Prozent schon verhältnismäßig niedrig. Sonntag waren es nur noch 53,09 Prozent der Wähler, die ihre Kreuze machten.

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(url/jco)
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