CDU Duisburg fordert Videoüberwachung im Kantpark, am Bahnhof und am Kuhtor

Kriminalitätsbekämpfung mit der Kamera : CDU: Videoüberwachung am Bahnhof und am Kantpark

(RP) Die CDU-Ratsfraktion fordert mehr Videoüberwachung in Duisburg. „Insbesondere Kriminalitätsschwerpunkte, aber auch Orte, an denen sich viele Bürger unsicher fühlen, müssen per Video stärker überwacht werden“, so die CDU.

„Das dient der Prävention und auch der Strafverfolgung. Beides sind wir unseren Bürgern schuldig, die eine berechtigtes Interesse nach mehr Sicherheit im öffentlichen Raum haben“, sagt CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler. In vielen Kommunen habe sich gezeigt, dass eine solche Überwachung auch dem wachsenden Vandalismus vorbeugen könne. Es komme nach aller Erfahrung zu weniger Straftaten, wenn sich potenzielle Täter beobachtet fühlten.

Enzweiler nennt Beispiele: „Sinnvoll ist eine zusätzliche Videoüberwachung in Duisburg am Hauptbahnhof, am Kantpark und am Kuhtor in der Innenstadt, aber auch auf Plätzen und Straßen in den Bezirken, auf denen sich die Bürger nicht sicher genug fühlen. Im Umfeld des Hamborner Rathauses oder am Meidericher Bahnhof, aber auch an neuralgischen Punkten in Marxloh, Bruckhausen oder in Hochfeld kann der Einsatz von Videokontrolle die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsempfinden erhöhen.“

Enzweiler begründet seinen Vorstoß auch mit den durchweg guten Erfahrungen, die die Polizei am Pollmanneck in Marxloh mit der Videoüberwachung gemacht habe. Noch 2016 habe es dort 161 vollendete oder versuchte Straftaten wie Körperverletzung, Raub und Diebstahl geeben. Seit Dezember 2016 beobachtet die Polizei die Straßenkreuzung in Marxloh mit 19 Kameras. Die Zahl der Delikte sei auf 104 Straftaten im Jahr 2018 gesunken.

Nach der Installation der Kameras habe sich die Kriminalität nicht in andere Straßen verlagert, die nicht per Video überwacht werden. Außerdem seien die Einsatzzahlen drastisch gesunken. 2017 sei die Polizei noch 95 Mal zum Marxloher Pollmann-Eck ausgerückt – 2018 nur noch etwa halb so oft. Insgesamt sei die Zahl der Straftaten auch in ganz Marxloh gesunken. So habe es 2018 im Ortsteil mit knapp 2300 Delikten rund 700 weniger als kurz vor der Videoüberwachung gegeben. Sinnvoll sei die Videoüberwachung auch an Schulgebäuden außerhalb der Unterrichtszeiten.