Duisburg: CDU-Abgeordnete kämpfen für die BGU

Duisburg : CDU-Abgeordnete kämpfen für die BGU

Petra Vogt und Thomas Mahlberg drängen darauf, dass die Unfallklinik zum Wohle der Patienten in den Bettenplan aufgenommen wird. Es dürfe nicht darum gehen, die Krankenhauslandschaft vor einem Mitbewerber zu schützen.

Die Duisburger CDU-Landtagabgeordnete Petra Vogt und ihr Parteikollege Thomas Mahlberg, Bundestagsabgeordneter, setzen sich dafür ein, dass die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Buchholz eine Zukunft hat. Die Aussichten sind derzeit eher düster (wir berichteten). Wie zu hören ist, stehen dem Haus nur noch Mittel für das laufende Geschäft bis Ende 2018 zur Verfügung, sollte der Antrag der BGU, knapp 120 chirurgische Betten in die Landesplanung aufzunehmen, von der zuständigen Bezirksregierung in der kommenden Woche nicht genehmigt werden. Stimmt sie zu, drohen allerdings Klagen der anderen Duisburger Häuser.

Die Duisburger CDU-Politiker Petra Vogt und Thomas Mahlberg haben die Dringlichkeit der Entscheidung erkannt und setzen sich für das Unfallkrankenhaus ein: "Die Klinik ist ein Aushängeschild der medizinischen Versorgung in der Region. In vielen Bereichen bietet die BGU die bestmögliche Therapie. Unser Ziel ist es, die anerkannt hervorragenden Leistungen der BGU langfristig für alle Patienten - also auch für den gesetzlich krankenversicherten Patienten, der einen privaten Unfall erleidet - zugänglich zu machen", sagen die beiden Christdemokraten. Deshalb sei es zwingend notwendig, die BGU in den Bettenplan des Landes aufzunehmen.

Vogt und Mahlberg sehen die NRW-Landesregierung in der Pflicht: "An dieser Stelle kann es nicht darum gehen, die Duisburger Krankenhauslandschaft vor einem Wettbewerber zu schützen. Hier geht es allein darum, allen Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen." Wenn es um Leib und Leben gehe, "darf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Krankenkasse keine Rolle spielen", fordern die CDU-Politiker. Bereits jetzt sei die Klinik wegen fehlender Kostenübernahme gezwungen, Kassenpatienten nach der Erstversorgung in andere Kliniken zu verlegen, obwohl die weitere Versorgung in der BGU medizinisch sinnvoll und besser wäre. "Dies kann nicht das Ziel rot-grüner Gesundheitspolitik sein. Wir erwarten eine schnelle Entscheidung zugunsten der Patienten", sagen Petra Vogt und Thomas Mahlberg.

Bekanntlich klagt das Krankenhaus darüber, dass die Nicht-BG-Krankenkassen die Behandlungskosten für ihre Patienten nicht in der üblichen Höhe erstatten. Das führt dazu, dass den Buchholzern wichtige Einnahmen fehlen. Eigentlich wollte die Unfallklinik mit der Sana-Klinik in Wedau kooperieren. Doch davon ist zur Zeit nicht die Rede, zumindest nicht von den Neubauvorhaben am Standort Buchholz, die in diesem Fall geplant waren.

Denn bevor die dafür benötigen Investitionsmittel freigegeben werden, wollen die Berufsgenossenschaften als Eigentümer der Unfallklinik aus verständlichem Grunde Planungssicherheit haben. Und dazu gehört zwingend die Entscheidung über die Aufnahme in den Bettenplan des Landes Nordrhein-Westfalen.

(RP)
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