Cafés in Duisburg: Im Lima's gibt es gutes Frühstück

Café-Serie : Frühstück trifft auf Dekoration

Im Café LiMa’s in Hamborn gibt es mehrere Sachen unter einem Dach: Kaffee, Frühstück und Homedekor. Das ungewöhnliche Konzept kommt bei den Kunden gut an. Die Inhaber Sebastian Link und Rebekka Mahnke leben ihren Traum.

Kaffee und Homedekor ist eine ungewöhnliche Mischung. Im Café und Restaurant LiMa’s am Sternbuschweg geht beides über die Ladentheke. Und das Konzept im Lokal des gelernten Kochs Sebastian Link und Rebekka Mahnke, die vor der Eröffnung in der Modebranche tätig war, geht wunderbar auf.

„Das Cross-over-Konzept, das wir eingeführt haben, ist in Duisburg einzigartig“, weiß Link. Der gelernte Koch, der bereits 14 Jahre Berufserfahrung in der Gastronomie-Branche vorweisen kann, erklärt, wie es zum Mix aus Café und Wohnaccessoires gekommen ist. „Wir haben schlicht unterschiedliche berufliche Hintergründe, wollten aber dennoch unseren Traum vom ersten eigenen Lokal erfüllen.“ Mahnke und er seien schon lange befreundet. Die Idee sei zwar spontan gewesen, klare Pläne hätten aber erst langsam Form angenommen.

Vor knapp zwei Jahren war es dann soweit: Das LiMa’s öffnete die Pforten. „Zu diesem Zeitpunkt war ich erst einen Monat zurück aus den USA“, erinnert sich der 36-Jährige. „Doch wir haben uns bewusst für die Selbstständigkeit entschieden.“ Es sei schon länger sein Wunsch gewesen, selbstständig zu sein. „Dann kann ich meine Kreativität besser ausleben.“ Der Koch steht seitdem in seinem gewohnten Umfeld – der Küche. „Wir versuchen, so viel wie möglich selbst zu machen“, sagt er und hebt die frisch gekochten Marmeladen hervor.

Seine Geschäftspartnerin ist für die Betriebsführung zuständig. Mit ihrem Sinn für Ästhetik habe sie aber auch ein gutes Händchen für Dekoration und Wohnaccessoires. Die Zusammenarbeit mit der 32 Jahre alten Expertin aus der Modebranche funktioniere ohne Probleme – auch dank der klaren Arbeitsteilung. „Doch es ist nicht so, dass jeder nur für sich arbeitet“, sagt der Koch. „Wir geben uns gegenseitig Ideen oder Anregungen und sind ein gutes Team.“

Und so tummeln sich im LiMa’s so einiges an Homedekor. Momentan stellt zum Beispiel ein Fotograf seine Werke aus. Gäste können die Motive erstehen. Hinzu kommen Schmuck, Geschenkkarten und Dekorationsartikel. „Im Prinzip kann man alles in unserem Laden kaufen, berichtet Link. „So können sich unsere Gäste immer ein Stück vom LiMa’s mit nach Hause nehmen.“ Im Café gebe es immer etwas Neues zu entdecken.

Vor allem ist das LiMa’s aber ein Frühstücklokal. Das Besondere: Es gibt zwei Karten – eine feste Speisekarte und eine Ankreuzkarte. „Das ist eine Art Baukastensystem für das Frühstück“, erklärt Link das System dahinter. „Unsere Gäste können sich so ein individuelles Frühstück ganz nach ihrem Geschmack zusammenstellen.“ Zur Mittagszeit gibt es zudem wenige ausgewählte Gerichte, jeden Sonntagmorgen ein Frühstücksbuffet.

Die Produkte, die später beim Kunden auf dem Teller oder in der Kaffeetasse landen, sind in vielen Fällen regional. „Die Leute sollen bei uns keine Waren aus dem Discounter bekommen, sondern neue Sachen kennenlernen“, sagt Link. Den Käse bezieht das Café etwa von einer Käserei in der Region, die Wurst kommt von einem ansässigen Metzger. Der Kaffee wird in einer Privatrösterei in Düsseldorf hergestellt. Die zahlreichen Kaffeespezialitäten zaubert das Team vom LiMa’s mit einer Siebträgermaschine.

Wie der gelernte Koch berichtet, kommt das ungewöhnliche Konzept bei den Gästen gut an. „Wir haben uns etabliert“, sagt der 36-Jährige. Die Leute kämen aus allen umliegenden Städten und teilweise auch aus Köln oder Wesel, um im LiMa’s zu frühstücken oder zu stöbern. Recht häufig komme Link noch zu hören, dass ein Gast zum ersten mal in seinem Lokal ist. Für ihn ein gutes Zeichen: Wir wachsen noch.“

Über so viel Laufkundschaft wie in der Innenstadt kann sich das Team vom LiMa’s zwar nicht freuen. Doch die Leute kämen gezielt ins Café – einige auch extra dafür, um sich mit Homeaccessoires einzudecken. „Das Konzept, von dem wir voll überzeugt sind, funktioniert also“, resümiert der Koch. Das macht er auch an einem anderen Punkt fest: „In der Regel ist es ratsam, bei uns zu reservieren.“ Es komme selten vor, dass in seinem Laden wenig los ist.

(jlu)
Mehr von RP ONLINE