Brücke An der Cölve: Bezirksvertretung gibt grünes Licht

An der Cölve : Nächster Schritt zur Behelfsbrücke

In einer Sondersitzung gibt die Bezirksvertretung Rheinhausen grünes Licht für die Realisierung des Bauwerks An der Cölve. Die endgültige Entscheidung fällt am 6. Mai im Rat.

Von einer genommenen Hürde kann man eigentlich nicht sprechen, die Bezirksvertretung Rheinhausen war schlicht keine Hürde für die Realisierung der „Behelfsbrücke An der Cölve“. Ist es doch ein Projekt, das jeder Bezirksvertreter mehr als wohlwollend betrachtet. Mit dem einstimmigen Beschluss des Stadtteilparlaments rückt der lang ersehnte Bau des Übergangs zwischen Trompet und Moers-Schwafheim nun ein weiteres Stück näher. Nach der Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr am Dienstag fällt die endgültige Entscheidung im Stadtrat am 6. Mai.

Nach 48 Minuten war die Bezirksvertretungs-Sondersitzung vor den Augen der Bürgerinitiative Cölve-Brücke auch schon wieder vorbei. Die Parlamentarier versäumten es dabei nicht, der Initiative für ihr Engagement zu danken. Tenor: Sie habe es geschafft, die Moerser davon zu überzeugen, dass eine Behelfsbrücke gebaut werden muss. Nach 18 Jahren habe man endlich mit der Nachbarstadt zusammengefunden, um das marode und mittlerweile seit knapp zwei Jahren für den Verkehr gesperrte Bauwerk temporär durch eine Behelfsbrücke und später durch einen Neubau zu ersetzen.

Der Zeitplan, ein positives Votum des Rates vorausgesetzt, sieht dann vor, dass mit Start im Juni zunächst die Kampfmittelsondierung erfolge samt Aktualisierung eines Bodengutachtens. Drei Monate sind dafür insgesamt vorgesehen. Für die Vergabe der Arbeiten sind bis Baubeginn weitere sechs Monate eingeplant. Die Demontage von Betonplatten benötigt einen weiteren Monat, die Bauzeit schließlich wird mit drei Monaten angegeben. Mitte 2020 sollen dann wieder Kraftfahrzeuge und auch der Linienbus wieder direkt zwischen Trompet und Moers-Schwafheim verkehren können.

Die Gesamtkosten für den Bau und auch die Behelfsbrücken-Miete für fünf Jahre – insgesamt 932.000 Euro – teilen sich die Städte Moers und Duisburg. Auf Duisburger Seite finanziert die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) die Summe von 466.000 Euro. Verrechnet wird sie schlicht mit den nach Fertigstellung der Behelfsbrücke nicht mehr anfallenden Kosten für die Umleitung der Buslinien.

2025 soll die geliehene Behelfsbrücke dann wieder abgebaut werden. Bis dahin, so hoffen Politik und Behörden, sei die Neubauplanung durch. Wie teuer das Bauwerk wird, ist aktuell noch nicht absehbar. In der Politik wurde eine Summe im hohen einstelligen Millionenbereich genannt.

(dc)
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