Bombe bei Thyssenkrupp in Duisburg entschärft

Bombenfund in Duisburg : Blindgänger auf dem Gelände von Thyssenkrupp erfolgreich entschärft

Bei Bauarbeiten auf dem Werksgelände der Thyssenkrupp Steel AG in Duisburg wurde am Mittwoch eine Fünf-Zentner-Bombe mit Säurezünder gefunden. Sie wurde noch am Nachmittag entschärft.

In der Evakuierungszone (Umkreis von 250 Meter um den Fundort) waren 174 Personen betroffen, in der Sicherheitszone (500 Meter um den Fundort) 1475 Menschen. Auch die Katholische Kindertageseinrichtung Liebfrauen lag in der Evakuierungszone und musste evakuiert werden.

Der innere Ring zeigt die Evakuierungszone. Betroffene Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. In der Sicherheitszone (äußerer Ring) durfte man sich während der Entschärfung nicht mehr draußen aufhalten. Anwohner mussten die Fenster geschlossen halten. Foto: Stadt Duisburg

In der Sicherheitszone lagen weitere Kindergärten (Ev. Tageseinrichtung für Kinder, Städt. Kita Dieselstraße, Stahlsterne und Schulkinderhaus) sowie das Jugendforum und die GGS Schulstraße. Alle wurden durch das Bürger- und Ordnungsamt informiert.

Als Evakuierungsraum stand die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Duisburg-Hamborn zur Verfügung.

Die Produktion von Thyssenkrupp Steel war nicht betroffen und konnte weitergehen, sagte ein Sprecher des größten deutschen Stahlwerks. Für rund 1400 Mitarbeiter der Hauptverwaltung war der Arbeitstag aber vorzeitig beendet, da sich das Gebäude in der Nähe des Fundorts der Bombe befand.

Wie die DVG mitteilte, mussten die E-Wagen der Linie 908 und der Straßenbahnersatzverkehr (SEV) der Linie 901 wegen der Bombenentschärfung eine Umleitung fahren. Im gesperrten Bereich entfielen die Haltestellen „Kokerei“, „Matenastraße“ und „Thyssen Verwaltung“. Die DVG bat um Verständnis, dass es zu Verspätungen kommen konnte.

(dab)