Duisburg: Boeckhorst bleibt Bezirksbürgermeister

Duisburg : Boeckhorst bleibt Bezirksbürgermeister

Katharina Gottschling (CDU) ist weiter seine Stellvertreterin, Heiner Leiße (Grüne) ist neuer zweiter Stellvertreter. Der Vertreter der rechtspopulistischen Gruppierung Pro NRW ist in der neuen Bezirksvertretung isoliert.

Winfried Boeckhorst (SPD) bleibt erwartungsgemäß Bezirksbürgermeister von Rheinhausen. Die rot-rot-grüne Mehrheit (zehn der 17 Sitze im neuen Gremium) in der Bezirksvertretung wählte ihn gestern bei der konstituierenden Sitzung erneut ins Amt. Die neue stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ist die bisherige Amtsinhaberin Katharina Gottschling (CDU). Und auch einen zweiten stellvertretenden Bezirksbürger wird es nach wie vor geben: Es ist Heiner Leiße von den Grünen.

Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst (SPD, rechts) und seine beiden Stellvertreter Katharina Gottschling (CDU) und Heiner Leiße (Grüne). Foto: Christoph Reichwein (crei)

CDU und Bürgerlich-Liberale (BL) hatten zwar für die konstituierende Sitzung beantragt, künftig auf den zweiten Bezirksbürgermeister zu verzichten, um Geld zu sparen; sie fanden aber keine Mehrheit für ihren Vorstoß. 209,30 Euro monatlich beträgt laut Gemeindeordnung NRW die Aufwandsentschädigung für den zweiten stellvertretenden Bezirksbürgermeister.

CDU und BL hatten auch argumentiert, dass der bisherige zweite stellvertretende Bezirksbürgermeister Philipp Hummel (Grüne) in den vergangenen fünf Jahren lediglich fünf Repräsentationstermine wahrgenommen habe, also einen in jedem Jahr. Dies rechtfertige die Aufwandsentschädigung, die er erhalten habe, wohl kaum, betonten sie. Gegenüber der RP erläuterte der neu gewählte Ratsherr Manfred Krossa (SPD), der in der vergangenen Legislaturperiode noch Vorsitzender der Bezirksfraktion war, dass sich das Amt bei Hummel schlecht mit seinem Studium vereinbaren ließ. Bei Heiner Leiße werde dies sicherlich anders sein, er werde mehr Termine wahrnehmen.

Ein großes Thema im Vorfeld der konstituierenden Sitzung war die künftige Sitzordnung im neuen Gremium. SPD, CDU, Linke, Grüne und BL hatten allesamt vorher betont, dass keiner von ihnen neben Mario Malonn von der rechtspopulistischen Gruppierung Pro NRW - er ist gleichzeitig Ratsherr und Bezirksvertreter - sitzen wolle, und dies auch an die Verwaltung herangetragen. Das Problem hatte die Verwaltung gestern so gelöst, dass auf jedem Tisch Namensschildchen standen - links und rechts neben Malonn wurde ein Stuhl freigelassen. Und diese Sitzordnung nahmen die Bezirksvertreter auch kommentarlos ein. Damit ist der Vertreter von Pro NRW in zweifacher Hinsicht isoliert: inhaltlich - das hatten alle gewählten Mitglieder bereits im Vorfeld betont - und durch die Sitzordnung jetzt auch räumlich.

(RP)
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