Duisburg: Blumen in allen Farben des Regenbogens

Duisburg : Blumen in allen Farben des Regenbogens

Christa Suermann pflegt seit 30 Jahren ihren paradiesischen Garten in Buchholz. Einen Großteil ihrer Zeit verbringt die 82-Jährige darin - mit Arbeit.

Palmen findet sie lächerlich, und Orchideen sind ihr zu vornehm. Christa Suermann hat in ihrem rund 800 Quadratmeter großen Garten unzähligen heimischen Pflanzen ein Zuhause gegeben.

Eine schöne Blütenpracht gedeiht hier in ihrem Garten. Foto: Fabian Strauch

Wer das Haus von außen sieht, erwartet eine solche Blumenpracht gar nicht. Das Haus an der Münchener Straße sticht in keiner Weise heraus. Lediglich der Vorgarten mit bunten Blumen gibt einen kleinen Hinweis. Im Treppenhaus hängen etliche Blumenbilder an der Wand, sowohl Fotos, als auch Zeichnungen. Im Wohnzimmer stehen dann schon erste Blumentöpfe. Insgesamt hängen 50 Blumenkästen an den Decken oder stehen auf den Fensterbänken. "Die meisten davon habe ich selbst gezogen", erklärt die 82-jährige Blumenliebhaberin. "Ich habe so viele Ableger, dass ich sie gar nicht alle behalten kann und sie lieber verschenke."

Grün und Wasser: In dieser Idylle lässt sich vergessen, dass man sich tatsächlich in einer Großstadt aufhält. Foto: Fabian Strauch

Wenn man dann im Garten steht, hat man gar nicht das Gefühl, in einer Großstadt zu sein. Vielmehr erinnern die vielen Blumen in allen erdenklichen Farben und der kleine Teich an die Gärten eines Urlaubsparadieses.

Das war aber nicht immer so: Vor 30 Jahren begann der Kampf der Buchholzerin gegen eine ausgewachsene Schneckenplage. "Das waren Tausende. Dann hieß es: entweder die Schnecke oder die Blume", so Suermann. Also hatten die Schnecken, die Suermann entdeckte, nicht mehr lange zu leben.

Die 82-Jährige hat aber auch viele schöne Erinnerungen an Tiere. "Wir hatten einmal ein zahmes Rotkehlchen, das ganz zutraulich war", erinnert sich die Buchholzerin. Auch ein Igel schaute jahrelang vorbei, bis er irgendwann überfahren wurde.

Christa Suermann verbringt fast täglich etliche Stunden in ihrem Garten, die meisten davon mit Arbeit. Im Herbst hat sie 78 Säcke mit Laub gefüllt. "Aber mein Mann wollte halt früher unbedingt so viele Bäume pflanzen", so Suermann.

Im Winter liest die Buchholzerin meist Bücher über Gartenpflege. "Am wichtigsten ist es, darauf zu achten, dass man den richtigen Standort für eine Pflanze auswählt", rät die Hobby-Gärtnerin. Den hat sie auch für ihren Bärenklau aus der Schweiz gefunden, der einer ihrer Schätze ist. Ihre Gerätschaften lagert sie im ehemaligen Hühnerstall.

Abends sitzt Suermann gern auf ihrer Gartenbank. "Dann kann ich beobachten, wie sich die Nachtkerze öffnet", so Suermann. Der Duft der Blüte zieht viele Insekten an. Wenn sie morgens den Garten betritt, riecht es, als ob alle Pflanzen ihre eigenen Düfte versprühten, findet sie.

"Der Garten gibt mir unglaublich viel", sagt die Buchholzerin, die mittlerweile schon mehr als dreißig Jahre Arbeit in ihr Hobby gesteckt hat. Viele weitere sollen noch folgen.

(RP)
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