Duisburg: Polizei verhindert Massenschlägerei mit 60 bewaffneten Personen

Großeinsatz in Hamborn: Polizei verhindert Massenschlägerei in Duisburg

Duisburg: Polizei verhindert Massenschlägerei

Im Duisburger Stadtteil Hamborn wollten am Dienstagabend etwa 60 bewaffnete Personen aufeinander losgehen. Polizisten verhinderten die Auseinandersetzung. Es war nicht der erste Einsatz dieser Art in dieser Woche.

Im Duisburger Stadtteil Hamborn wollten am Dienstagabend etwa 60 bewaffnete Personen aufeinander losgehen. Polizisten verhinderten die Auseinandersetzung, ein Beamter wurde verletzt. Es war nicht der erste Einsatz dieser Art in dieser Woche.

Die Gruppen trafen sich gegen 20 Uhr am Hamborner Altmarkt. Mitglieder beider Seiten - es waren laut Polizei etwa 20 bis 30 Personen auf jeder Seite - hatten Schlagwaffen bei sich, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen mitteilte. Unter den Waffen waren Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcke und auch ein Staubsaugerrohr. Die beteiligten Personen waren unterschiedlicher Herkunft, unter ihnen seien unter anderem Türken, Libanesen und Deutsche gewesen, sagte ein Sprecher unserer Redaktion.

Polizist verletzt

"Die Beamten bekamen die Lage in den Griff, bevor sie eskalierte", sagte der Sprecher weiter. Allerdings hätten sich die Gruppen den Polizisten gegenüber sehr aggressiv verhalten, sie beleidigt oder mit Gegenständen beworfen. Die Beamten forderten Verstärkung an.

  • Schlägereien : Einsatzreiche Nacht für die Polizei in Duisburg-Hamborn

Ein Polizist wurde leicht verletzt. Alle befragten Beteiligten gaben bei der Polizei an, unverletzt zu sein.

50 vorläufige Festnahmen

Die Hintergründe für den Konflikt sind unklar. 50 Personen konnten zwar vorläufig festgenommen werden, belastbare Aussagen lägen bislang aber nicht vor. 20 Personen blieben im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Es wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Anwohner im Stadtteil Hamborn hatten die Polizei alarmiert, nachdem sich die Konfliktparteien dort gesammelt hatten.

Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend, sagte der Sprecher. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.

(lsa/lnw)