Bis 2025 fahren in Duisburg nur noch neuere Straßenbahnen

Nahverkehr in Duisburg : DVG: 39 Millionen Euro für neue Bahnen

Bis etwa 2025 soll die Flotte der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG runderneuert werden. Das geht aus der jetzt vorgelegten Bilanz des Mutterkonzerns der DVG, der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), hervor.

Dazu zählen 47 neue Straßenbahnen für die Linien 901 und 903, die bereits im Vorjahr bestellt worden waren. Dazu kommen nun noch Bahnen für die U 79, die die DVG wie berichtet in einer Sammelbestellung mit der Düsseldorfer Rheinbahn geordert hat. „Für die Fahrgäste wird sich damit der Komfort enorm erhöhen“, sagt Klaus-Peter Wandelenus, Technik-Vorstand der DVG. Die DVG muss dafür gewaltig investieren.

Die Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge bilde den größten Teil der Investitionen der DVG ab, teilte das Unternehmen jetzt mit. Bei Gesamtinvestitionen von rund 53,9 Millionen Euro entfielen 39 Millionen auf diesen Posten. Weitere 4,6 Millionen Euro investierte die DVG in die Beschaffung neuer Busse. „Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung für einen emissionsarmen Verkehr bewusst. Bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge wird besonders auf Effizienz geachtet“, sagt Herbert Mettler, Aufsichtsratsvorsitzender der DVG. Das Geschäftsjahr 2018 schloss die DVG bei Umsatzerlösen in Höhe von 69,3 Millionen Euro mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 47,1 Millionen Euro ab. Grund für die Ergebnisverschlechterung im Vergleich zum Vorjahr seien zu großen Teilen erhöhte Instandhaltungsaufwendungen zum Erhalt der Infrastruktur im Nahverkehr in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro gewesen, teilte die DVG mit. Diese roten Zahlen sind mit ein Grund dafür, warum Duisburg wohl kaum dem Beispiel Monheims folgen kann, wo der Öffentliche Personennahverkehr für die Nutzer künftig kostenlos werden soll.

In Duisburg wird der Jahresfehlbetrag der DVG innerhalb des DVV-Konzerns, zu dem neben der DVG und den Stadtwerken auch die Servicegesellschaft octeo und der Dienstleister DU-IT gehören, mit den Gewinnen der Energieversorgung verrechnet. Denn obwohl den Stadtwerken die Endkunden für Strom und Gas scharenweise den Rücken kehren, wird hier immer noch Gewinn erwirtschaftet (die RP berichtete). Das Betriebsergebnis betrug 51,9 Millionen Euro, vor allem dank der Steigerung bei der Weiterverteilung, also der Energielieferung an Kunden, die mit einem anderen Anbieter als den Stadtwerken vertraglich verbunden sind.

Alles in allem hat der DVV-Konzern dadurch einen Gewinn von 10,1 Millionen Euro erwirtschaftet. „Die guten Ergebnisse des Jahres 2018 und der Vorjahre zeigen, dass der DVV-Konzern auf stabilen Füßen steht“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. Der DVV-Konzern habe 2018 rund eine halbe Million Tonnen CO2-Emissionen eingespart, teilte das Unternehmen mit. Dazu trug wesentlich auch die Stilllegung des Kohlekraftwerkes in Hochfeld im März 2018 bei. Dies spare jedes Jahr rund 450.000 Tonnen CO2-Emssionen, so der DVV.

Zuletzt hatte der Konzern 4162 Mitarbeiter. 300 Stellen seien sozialverträglich abgebaut worden. Die Ziele des Restrukturierungsprogramms von 45 Millionen Euro an Ergebniseffekten seien sogar übertroffen worden.

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