Duisburg: Bibliothek und Filmwoche laden zum Fechner-Seminar

Duisburg: Bibliothek und Filmwoche laden zum Fechner-Seminar

Zum Abschluss ihres Akzente-Literaturprogramms laden der Verein für Literatur Duisburg und die Stadtbibliothek zu einer zweitägigen Tagung ins Konferenzzentrum "Der kleine Prinz" an der Schwanenstraße 5 in Duisburg-Mitte ein, die sich mit Eberhard Fechner, einem der bedeutendsten Filmemacher der deutschen Filmgeschichte beschäftigt. Die Tagung, die in Kooperation mit der Duisburger Filmwoche durchgeführt wird, steht unter dem Titel "Eberhard Fechner - ein deutscher Erzähler" und beginnt am Freitag, 16. März, um 20 Uhr mit der Vorführung des Filmes "Nachrede auf Clara Heydebreck". Am Samstag, 17. März beginnt die Tagung um 9.30 Uhr und widmet sich in sieben Vorträgen sowohl der Biografie Fechners als auch den zentralen Aspekten seines Filmschaffens.

Nach seinen Anfängen als Schauspieler und Regisseur am Theater hat Fechner (1927-1992) seit der Mitte der 1960er Jahre mit seinen Filmen, die zwischen Dokumentation und Fiktion changieren, Millionen von Fernsehschauern erreicht. Im Zentrum stand dabei die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert: vom Wilhelminischen Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis zur frühen Bundesrepublik Deutschland. Sein Interesse galt stets den einfachen Menschen, die als Zeitgenossen auf die Folgen der Irrwege und Katastrophen der deutschen Politik reagieren mussten - sei es als betroffene Opfer, als passive "Mitläufer", als überzeugte Handelnde oder als gewissenlose Täter. Aus Fechners in zahlreichen Interviews gesammelten Lebenserfahrungen und mit seinen daraus entwickelten Filmen ist ein einzigartiges Panorama entstanden. Die Leitung haben Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek und Werner Ruicka, Leiter der Duisburger Filmwoche.

Der Eintritt ist frei. Um telefonische Anmeldung wird gebeten (0203 283-2593).

(RP)