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Duisburg: BGU macht Druck auf Sana-Klinikum

Duisburg : BGU macht Druck auf Sana-Klinikum

Die Gespräche zur Zusammenarbeit beider Häuser sollen neu belebt werden, fordert die BGU.

Eine Zeit lang war es still geworden um die Zukunft des Klinikums Duisburg in Wedau. Lediglich der erneute Wechsel des Geschäftsführers nach nur drei Monaten hatte für Gesprächsstoff gesorgt. Gestern jedoch meldete sich der Geschäftsführer der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, Dr. Hans-Peter Schlaudt, wieder zu Wort. Seit einem Jahr wirbt die BGU um das Klinikum Duisburg, doch anscheinend hat es bisher in den Gesprächen keine Annäherung gegeben. Deshalb will Schlaudt nun die Diskussion wohl wieder anheizen, um die Dinge voranzutreiben.

Zur Vorgeschichte: Die Stadt Duisburg hatte 49 Prozent der Anteile des Klinikums Duisburg an Sana verkauft, mit der Option auf zwei weitere Prozent. Doch die politischen Verhältnisse änderten sich. Als Sana weitere Anteile kaufen wollte, stimmte die Ratsmehrheit dagegen. Seitdem herrscht im Klinikum Duisburg Investitionsstau. Sana könnte das Geld alleine aufbringen, will das aber nur tun, wenn die Stadt weitere Anteile verkauft. Ansonsten besteht Sana darauf, dass sich der Mehrheitseigner an den dringend notwendigen Sanierungskosten beteiligt. Eine Hängepartie, die im vergangenen Jahr mit dem Vorstoß der BGU neu belebt wurde. Die BGU nämlich wollte die Mehrheitsanteile am Klinikum Duisburg kaufen. Seitdem heißt es immer wieder, es gebe Gespräche. "In den letzten Monaten hat es keine Fortschritte oder Klarheit gegeben, nach der Kommunalwahl hoffen wir nun schnelle und klare Botschaften zu hören", so Dr. Hans-Peter Schlaudt. "Die Diskussionen im vergangenen Jahr und die Ergebnisse der Kommunalwahl in Duisburg haben gezeigt, dass die Bevölkerung das Klinikum Duisburg in öffentlicher Trägerschaft sehen möchte." Die BGU stehe bereit, das Klinikum Duisburg mit dem notwendigen know-how zu unterstützen und gemeinsam die öffentliche Gesundheitsversorgung in der Stadt zu entwickeln.

Schlaudt machte allerdings auch deutlich, dass die BGU ihr Interesse nicht über Jahre erhalten könne. Die Stadt müsse als Mehrheitseigentümer die Zügel in die Hand nehmen und steuern. Die Reaktion der Stadt auf diesen Vorstoß: "Wir beteiligen uns nicht an weiteren öffentlichen Debatten".

(RP)