Bezirksvertretung Rheinhausen: Oestrumer Dorfeiche bleibt stehen

Einstimmiger Beschluss : Die Oestrumer Dorfeiche bleibt stehen

Die Bezirksvertretung beschließt die Umrüstung einer Fußgängerampel in Asterlagen. Die Eichenstraße in Oestrum wird 2020 zur verkehrsberuhigten Zone umgebaut.

In Rumeln und Bergheim, so wurde es in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) noch einmal verdeutlicht, gibt es sehr anschauliche Erinnerungen an die Zeit, in der Bergbau den Bezirk prägte. Gleich zwei Open Air-Museen mit Lore und Co. weisen auf die Malochergeschichte hin. In Asterlagen, hier stand laut CDU-Mann Ferdi Seidelt mit der Zeche Diergardt-Mevissen „die Wiege des Rheinhauser Steinkohlebergbaus“, würde es allerdings kaum Hinweise darauf geben. Das ändert sich nun. Eine Bergmannsampel ist beschlossene Sache.

Die BV folgte einstimmig einem Antrag von SPD, Grüne/Die Linke und Bürgerlich-Liberalen, die Ampelgläser an der Asterlager Straße auf Höhe einer früheren Bankfiliale umzurüsten auf die Bergmanns-Figur. Eine solche gibt es bereits an einigen Kreuzungen, an anderen soll sie kommen, so dass dann inklusive Asterlagen sieben Kreuzungen mit den Ampelmännchen ausgestattet sind. Im Westen steht eine an der Kreuzung Moerser Straße/Duisburger Straße in Homberg. An der Friedrich-Alfred-Straße/Krefelder Straße in Rheinhausen, ist eine weitere Bergmannsampel geplant. Diese soll im Sommer kommen, wenn die Ampelanlage umgebaut und auf LED-Technik umgerüstet ist.

Bezahlt werden soll der rund 1000 Euro teure Asterlager Ampelkumpel aus dem Topf der „Mittel zu Pflege des Ortsbildes“. Diese Summe, sie umfasst in der Regel einen niedrigen fünfstelligen Betrag, kann der Bezirk jährlich für die Verschönerung ausgeben.

Apropos schön: Die sogenannte Friedenseiche an der Eichenstraße in Oestrum bleibt erhalten. Die Straße wird laut Aussage der Stadt im kommenden Jahr saniert und zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet. Die Roteiche, sie befinde sich in gutem Zustand, soll durch eine Baumscheibe eingefasst werden. Eine Unterschutzstellung als Denkmal lehnte eine Mehrheit des Gremiums ab, laut Ratsfrau Claudia Leiße und SPD-Fraktions-Chef Marcus Mellenthin müsse rund um ein offizielles Denkmal eine Zone von zwei Metern abgesperrt werden. Das wiederum sorge dafür, dass unter anderem der Bus nicht mehr vorbei käme. 

Die Frage, ob am von Lkw zerfurchten Grünstreifen zwischen Bahnhof und Straße Zum Logport nun aufgeforstet wird, blieb bei der Sitzung offen. Das Gremium einigte sich darauf, die Fläche wirksam zu sperren, so dass keine Brummis mehr auf das Gelände kommen. Auch das Logport-Areal war Thema in der Sitzung. Die Stadt bekam den Auftrag zu prüfen, wie der Knotenpunkt Europaallee/Osloer Straße entlastet werden kann. Hier entstünden in den Hauptverkehrszeiten mehrere hundert Meter lange Rückstaus in alle Richtungen.

(dc)
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