Duisburg: Bergheimer Mühle soll verkauft werden

Duisburg: Bergheimer Mühle soll verkauft werden

Die Mühle am Bonnacker in Bergheim steht zum Kauf. Das Mülheimer Unternehmen hülser & partner immobilien bietet die Mühle als "historisches Kleinod" für einen Kaufpreis von 390.000 Euro im Internetportal "immowelt" an. Die Grundstücksgröße wird mit 3922 Quadratmetern angegeben, für die ein Erbbaurecht besteht. Die Mühle war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass der Gelsenkirchener Werksverein die Mühlenwiese mit einem Inklusionsprojekt bebauen will.

Die Mühle am Bonnacker in Bergheim steht zum Kauf. Das Mülheimer Unternehmen hülser & partner immobilien bietet die Mühle als "historisches Kleinod" für einen Kaufpreis von 390.000 Euro im Internetportal "immowelt" an. Die Grundstücksgröße wird mit 3922 Quadratmetern angegeben, für die ein Erbbaurecht besteht. Die Mühle war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass der Gelsenkirchener Werksverein die Mühlenwiese mit einem Inklusionsprojekt bebauen will.

Dabei soll es unter anderem auch um Wohn- und Arbeitseinrichtungen für behinderte Menschen gehen. Der Investor versprach, die denkmalgeschützte Mühle zu renovieren und zu erhalten. In Bergheim war das Vorhaben auf wenig Gegenliebe gestoßen. Insbesondere Großveranstaltungen wie Mühlenfest oder Folkfestival seien nicht mehr möglich, wenn die Mühlenwiese bebaut würde, befürchten Kritiker. "Zurzeit ist das Objekt noch als Gastronomiebetrieb eingerichtet", heißt es in dem Immobilienportal.

Die komplette technische Einrichtung wie Kühlaggregate, Theken, Zapfanlagen, Küche und die Bestuhlung seien "noch vorhanden und nutzbar". Bekanntlich steht die 1794 gebaute Mühle unter Denkmalschutz. Auch das Presbyterium der Friedenskirchengemeinde hatte sich gegen das Projekt des Gelsenkirchener Werkvereins ausgesprochen. Ferdi Seidelt, CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung Rheinhausen, hatte kürzlich betont, dass die Renovierung des Bergheimer Wahrzeichens Priorität haben müsse.

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Bei einer Informationsveranstaltung des potenziellen Investors hatte ein (Teil-)Eigentümer der Mühle, dem 50 Prozent der Immobilie gehöre, indes betont, er sei an einem Verkauf interessiert. Er mache jedes Jahr 30.000 Euro Miese mit der Mühle. In dem Internetangebot heiß es wörtlich: "In den vergangenen Jahren wurde die Mühle gastronomisch genutzt und ist dementsprechend technisch komplett ausgerüstet.

Reizvoll wäre sicher auch die Umwidmung in ein Wohngebäude." Es gebe in der näheren Umgebung einige Beispiele für die Nutzung als Wohnhaus.

(mtm)