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Duisburg: Beratungszentrum ein Erfolg

Duisburg : Beratungszentrum ein Erfolg

Das Bildungsberatungszentrum Rheinhausen am Willy-Brandt-Berufskolleg wird sehr gut angenommen, sagen die Verantwortlichen. Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden. Auch zeigen immer mehr Schulen Interesse am Berufsorientierungspass.

Rheinhausen Gut ein Jahr nach der Eröffnung des Bildungsberatungszentrums Rheinhausen am Willy-Brandt-Berufskolleg ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Die Beratungstermine, die die Kooperationspartner wie die Agentur für Arbeit, die Bildungsholding Duisburg, die Universität Duisburg-Essen oder die Industrie- und Handelskammer regelmäßig anbieten, und auch das Coaching für Bewerber würden "sehr gut angenommen", sagt Anke Roeßing, Beratungslehrerin am Berufskolleg. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden. Der nächste große Schritt ist laut Roeßing eine Elternberatung. Angedacht sind zudem berufliche Weiterbildung sowie Sexual- und Lebensberatung.

Berufsorientierung im Unterricht

Ein wesentlicher Teil des Bildungsprojekts ist der so genannte Berufsorientierungspass. Dieser beinhaltet beispielsweise Listen für Stärken und Schwächen, damit die Schüler sich selbst und ihre Wünsche besser einschätzen können. Schüler können zudem ihre bisherigen Praktika eintragen, herausfinden, welche Vorlieben sie haben und welche Themen sie interessieren. Anhand einer Checkliste können sie überprüfen, ob sie alle notwendigen Behördengänge und Dokumente zur erfolgreichen Jobsuche zusammen haben. Es gibt Tests zum Leseverstehen und Fragen dazu, was sie bei einem Beruf wichtig finden. In einem großen Infoteil finden sie zudem alles über Bildungsangebote in Duisburg, Kontaktadressen und Ansprechpartner.

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"Aber auch für Lehrer ist der Berufsorientierungspass sehr nützlich", sagt Ingrid Bürgers von der Bildungsholding. "Er trägt dazu bei, ihre Beratungskompetenz zu stärken." Denn welcher Pädagoge kenne zum Beispiel schon alle 3700 Studiengänge und rund 400 Ausbildungsberufe in Deutschland?

Ein großes Ziel ist es, die Berufsorientierung in den täglichen Unterricht zu integrieren. Bürgers: "Das passiert zum Beispiel, wenn man im Matheunterricht eine Aufgabe löst und der Lehrer dabei deutlich macht, in welchen Berufsfeldern dies später einmal zur Anwendung kommt."

Einige Schulen wie etwa die Lise-Meitner-Gesamtschule, die Hauptschule In den Haesen oder das Krupp-Gymnasium arbeiten schon seit dem vergangenen Jahr damit, viele weitere Schulen haben sich die Pässe jetzt bestellt. "Ziel ist es, den Pass irgendwann an alle Schulen zu verteilen, so dass sich alle an ähnlichen Standards orientieren und alle auf diesem Pass ihre Berufsorientierung aufbauen", sagt Anke Roeßing. Und dies soll so früh wie möglich erfolgen: Der Pass ist bereits ab Stufe sieben einsetzbar.

Übrigens: Was im Januar 2011 mit dem Bildungsberatungszentrum in Rheinhausen begann, wird jetzt ausgeweitet: Morgen eröffnet am Robert-Bosch-Berufskolleg in Hamborn ein zweites Zentrum nach Rheinhauser Vorbild: das Kompetenzzentrum für berufliche Bildung Duisburg-Nord. Ein drittes soll mittelfristig für die Stadtmitte und den Duisburger Süden entstehen.

www.bildungsberatung-duisburg.de

(RP)