Duisburg: Benny will weg vom DSDS-Image

Duisburg : Benny will weg vom DSDS-Image

Zweimal hat Benny Martell an einer Musik-Castingshow teilgenommen, zweimal ist der 31-jährige Duisburger gescheitert. "The Voice war eine weitere Etappe auf meinem Weg, aber nichts, wovon mein Leben abhängt", erklärt der Musiker und Songwriter nach dem Ausscheiden aus der ProSieben/Sat. 1-Castingshow.

Bekannt geworden ist der Duisburger, der eine klassische Musikausbildung genoss, allerdings bei RTL. 2004 wurde Benny Martell nicht nur zum Teenie-Idol bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), er galt auch als heißer Favorit auf den Titel. Im Halbfinale schied er aus.

Die folgenden Jahre war Benny "der von DSDS" — es wurde still um das Gesangstalent, zu viel für den 31-Jährigen. Er bewarb sich ein weiteres Mal bei einer Castingshow, seine Wahl fiel auf ein neues Konzept aus den Niederlanden, das in Deutschland mit den Juroren Nena, Xavier Naidoo, The BossHoss und Reamonn startete. "Ich habe bei the Voice teilgenommen, um den lästigen DSDS-Stempel endlich los zu werden", erzählt der Sänger.

Benny überzeugte seinen Coach Xavier Naidoo mit deutschen Liedern, schaffte es unter die letzten 32 Teilnehmer. Damit ist Benny mehr als zufrieden. "Bei the Voice konnte ich mich als Musiker präsentieren und neu erfinden", erklärt der Duisburger, der vorher nur englische Texte gesungen hat. "Durch Xavier Naidoo habe ich meine Liebe zum Deutschgesang entdeckt." Das zeigte er bei the Voice, beispielsweise mit "Dieses Leben" von Juli. "Xavier hat mir gezeigt, dass es manchmal einfacher ist, auf Deutsch zu singen. Man kann sich verständlicher ausdrücken und besser Gefühle rüber bringen", erklärt er.

Zudem habe er ihm gezeigt, wie man Wörter so zum Klingen bringt, dass sie nicht zu schlagermäßig klingen. Konkrete Pläne für 2012 äußert Benny noch nicht. "Ich wünsche mir, dass ich ein deutschsprachiges Album aufnehmen kann." Denn der Kontakt zu Xavier nach Mannheim ist geknüpft.

(RP/anch)