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Duisburg: Beisetzung als eine politische Demonstration

Duisburg : Beisetzung als eine politische Demonstration

Rund 2000 Teilnehmer einer Trauerfeier für die in Syrien erschossene 19-jährige Duisburgerin (wir berichteten) sorgten am Samstag im Duisburger Norden für Unverständnis und Irritationen.

Denn der Teilnehmerzug, der vom Hamborner Amtsgericht zum Friedhof an der Bügelstraße in Obermeiderich zog, geriet zu einer Demonstration ihrer kommunistischen Genossen. Ein riesiges rotes Fahnenmeer der marxistisch-kommunistischen MLKP hinter dem Sarg und laute politische Parolen stießen bei Anwohnern und Passanten sowie später auf die anderen Besucher des Friedhofes auf großes Befremden.

Nach Augenzeugen Berichten sprühten etliche Teilnehmer Sprüche und Symbole auf Hauswände und Stromkästen. Die Beisetzung unter der Beteiligung der Familie der 19-Jährigen auf dem Freihof begleiteten auch Klageweiber, deren trillerndes Wehklagen weithin zu hören war. Die Polizei begleitete den Trauerzug mit einem Großaufgebot. Zu Ausschreitungen kam es nicht.

Die 19-Jährige, die auf Seiten der Kurden kämpfte, ist die erste Deutsche, die im Krieg in Syrien gegen die IS-Terroristen ums Leben gekommen ist. Wie vor wenigen Tagen eine Obduktion in Duisburg ergab, starb sie an einer schweren Schussverletzung.

(hch)