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Bei den Duisburger Tanztagen riss es die Zuschauer von den Sitzen

Vorentscheidungen in der Rheinhausenhalle : Grooves mit tänzerischem Leben gefüllt

Bei den Tanztagen riss es die Zuschauer in der Rheinhausenhalle regelmäßig von den Stühlen: Die einzelnen Formationen überzeugten mit ausgeklügelten Choreografien.

30 Jahre ist es her, dass in Duisburg eine echte Institution der Kulturlandschaft ins Leben gerufen wurde. Seitdem sind die Duisburger Tanztage ein Garant für volle Säle und volle Parkplätze, die Teilnehmer kommen aus ganz NRW. Bevor Anfang April die Finalrunden im TaM anstehen, kämpften die vielen Tanzgruppen an diesem Wochenende um die begehrten Tickets zur Endrunde, zum Beispiel am Samstag in der Rheinhausenhalle, beim „First Level“ im Streetdance.

24 Gruppen standen in der zweiten von drei Runden auf der Bühne der Halle, los ging es mit der Combo „Rhythm Attack“. Die elf jungen Damen waren, anders als viele andere Gruppen am Nachmittag, zum ersten Mal bei den Tanztagen dabei, die Nervosität ließen sich die Künstlerinnen aber nicht anmerken. Souveräne Gruppenformationen, die gängigen Hip-Hop-Schritte und viel Herzblut rissen die Zuschauer schon beim ersten Teilnehmer der Runde aus den Sitzen.

Sowieso war die Stimmung die ganze Zeit hervorragend, passend zum lockeren Streetdance gab es auch spontane Zwischenrufe und Szenenapplaus. Auch für das Duo „GirlsUnited“, die zu zweit einen ganz anderen Ansatz wählten als die großen Truppen. Sehr zurückgenommen, ausdrucksvoll und zu balladesken Liedern bewegten sich die beiden Tänzerinnen hochprofessionell.

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Erstes Higlight des Nachmittags war dann die „T.E. Dance Company“, die von einer Gruppe Berufstänzer kaum zu unterscheiden war. Mit gewaltigen, kraftvollen Bewegungen gingen die Tänzer auch präzise auf die musikalischen Elemente ihrer gewählten Musikstücke ein, ein homogenes, rundes Erlebnis für das Publikum war die Folge. Mit konzentrischen Bewegungsstudien, die Rudolf von Laban stolz gemacht hätten, mauserte sich die Truppe zu einem Favoriten.

Genau wie die Gruppe „The Real Me (TRM)“, die vor allem mit ihrer hervorragenden Kombination aus Bewegung und gewählter Musik herausstach. Vom Amerikaner J Dilla als fester Bestandteil des Hip-Hops etabliert, setzten auch TRM auf die leicht angeswingten Beats – und füllten die Grooves mit tänzerischem Leben. Kleinste Bewegungen und kurze Improvisationsteile für die Künstler machten die Performance zum Höhepunkt des Abends. Ganz schlicht, ohne aufwändige Kostüme, rissen die Tänzer auch einzelne Zuschauer zu begeisterten Zwischenrufen hin.

Das schafften auch die „Troublemaker“, die zu ihrem zehnjährigen Bestehen mit außergewöhnlichen Tanzbewegungen aufwarteten und sich trotzdem auch in den Tutti-Passagen wie ein einziger großer Tänzer bewegten.