Duisburg Begeisterungsstürme für die Bühne 47

Duisburg · Mit 800 Besuchern feierte die Bühne 47 am Mittwoch in der Rheinhausen-Halle die Premiere ihres Stückes "Aschenputtel". Leider fiel Cheftechniker Birk-André Hildebrandt kurz vor der Veranstaltung aufgrund eines Kreislaufzusammenbruchs aus, so dass die schon beinahe obligatorischen Knall- und Nebeleffekte an diesem Tag leider ausfallen mussten.

 Szene aus dem Stück "Aschenputtel" bei der Premiere am Mittwochabend in der Rheinhausen-Halle.

Szene aus dem Stück "Aschenputtel" bei der Premiere am Mittwochabend in der Rheinhausen-Halle.

Foto: Probst

"Birk ist der einzige, der die Berechtigung zum Zünden von Pyrotechnik hat", erklärte Regisseur Walter Glaser. Dennoch gelang der Laienschauspieltruppe wieder einmal eine runde Leistung. Nach der Bearbeitung des Grimm'schen Klassikers durch Regisseur Glaser war das Märchen ein spritziges Vergnügen mit wunderbar ausgeformten Charakteren.

Obwohl König Harald (Oliver Legrand) und Aschenputtel (Ronja Nellen) natürlich die Helden der Kinder waren, erhielten auch die kessen Nebenfiguren reichlich Applaus. So amüsierte die königliche Putzhilfe Rosemarie (Christiane Koch) mit ihren "Peusken", wenn sie mit der Arbeit "feddich" war, um dann gemeinsam mit Freund und Diener "Eierkopf" (André Heinz) für (Un-)Ordnung am Königshof zu sorgen. Spontanen Applaus gab es für Aschenputtel im rosa Tafttraum. Und die Zuschauer kreischten wie für einen Popstar, als König Harald das Feld durch den Publikumseingang betrat und durch die Reihen zur Bühne stürmte.

Geschichte toll umgesetzt

Auf der Bühne entwickelte sich unterdessen die wunderschöne Geschichte, die wohl jeder kennt: Der König lädt zur dreitägigen Brautschau, doch Aschenputtels missgünstige Stiefmutter lässt das Mädchen allein zu Haus, um mit ihren beiden Töchtern beim König vorstellig zu werden. Mit Hilfe der guten Fee (Ilona Gerlach) gelingt es Aschenputtel dennoch, sich in einem wunderschönen Kleid auf dem Fest des Königs zu präsentieren. Der einzige Makel: Der Zauber wehrt nur bis Mitternacht, der Glockenschlag zwingt Aschenputtel zum Verschwinden. Doch der König gibt nicht auf und versucht alles, die mysteriöse Schönheit ausfindig zu machen — was ihm schlussendlich natürlich auch gelingt.

Als auf der Bühne der Rheinhausen-Halle das zunächst höhnische Gelächter der bösen Schwestern später nur noch Wutgeheul war und der König und Aschenputtel schließlich glücklich vereint waren, brach ein wahrer Begeisterungssturm los.

(son)