Duisburg: Begeisterung für Naturwissenschaften

Duisburg : Begeisterung für Naturwissenschaften

Das Thema Fachkräftemangel geistert schon seit Wochen durch die Medien. Als Lösungsvorschlag wird immer wieder der vereinfachte Zuzug von ausländischen Fachkräften vorgeschlagen.

Am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Obermarxloh geht man einige Wege, um Fachleute für die nächsten Jahre in die Berufswelt entlassen zu können.

Im Rahmen einer Partnerschaft unterstützt die Sparkasse Duisburg das Gymnasium mit jeweils 5000 Euro über die nächsten drei Jahre.

Mit diesem Geld soll der naturwissenschaftliche Fachbereich mit modernen Lernmitteln ausgestattet werden, um so den Nachwuchs für diese Fächer zu begeistern.

"Jetzt können wir einen modernen und attraktiven Unterricht ermöglichen. Die Begeisterung bei den Kindern ist groß", erklärt der zuständige Lehrer Martin Goerlich.

Der Studienrat bestätigt auch, dass das Projekt schon erste Früchte trage. "An unserer Schule wählen über 60 Prozent der Schüler den naturwissenschaftlichen Zweig, davon sind fast 40 Prozent Mädchen, was ein überdurchschnittlich guter Wert ist."

Dies zeigt sich auch bei einer Vorführung der letztjährigen Projekte. So stellten die beiden Mädchen Dinan Tas und Özge Korap, beide 13 Jahre alt, einen Greifarm vor, der sich mit Wasser- und Luftdruck bedienen lässt.

"Den haben wir im vergangenen Schuljahr gebaut", erzählt Dinan Tas, die in die achte Klasse des Marxloher Gymnasiums geht. "Dieses Jahr werden wir hoffentlich einen echten Roboter bauen.

Dabei lernt man viel und es ist nicht so trocken wie der normale Physikunterricht."

Auch der Direktor der Schule, Lutz Peller, freut sich über die neuen Lernmittel: "Dadurch wird der naturwissenschaftliche Unterricht mit modernen Materialien möglich und auch lebendiger. Wie man sieht, ist die Schülerschaft leichter zu begeistern."

Und positive Nachrichten gibt es vonseiten der Sparkasse Duisburg auch gleich für den Schulleiter von Vorstandsmitglied Claus-Robert Witte: "Wir haben zwar erst mal eine Zusage der Mittel für die nächsten drei Jahre gegeben, die Fortsetzung der Zusammenarbeit soll aber nicht an der Sparkasse scheitern. Außerdem werden wir bald über eine Aufstockung der Fördermittel beraten."

Auch Claus-Robert Witte hebt die Wichtigkeit des Projektes zur Förderung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses hervor.

Durch gezielte Verwendung der Mittel könne bei den Schülern schon in jungen Jahren das Interesse und der Spaß an naturwissenschaftlichen Themen geweckt werden.

"Und damit erhöht sich natürlich auch die Chancen der jungen Menschen auf dem Ausbildung- und Arbeitsmarkt."

(RP)
Mehr von RP ONLINE