Duisburg: Beethoven-Konzert im Lehmbruck-Museum

Duisburg: Beethoven-Konzert im Lehmbruck-Museum

Es habe sein Leben verändert, Ludwig van Beethovens 32 Klaviersonaten zyklisch aufzuführen, sagt Saleem Ashkar. Der 1976 als Sohn palästinensischer Christen in Nazareth geborene Pianist tritt mit seiner Konzertreihe in die Fußstapfen legendärer Interpreten wie Arthur Schnabel und Alfred Brendel, welche im vergangenen Jahrhundert ebenfalls alle Beethoven-Sonaten auf CD einspielten. Die intensive Auseinandersetzung mit diesem genialen pianistischen Kosmos führte Ashkar bislang von Israel über Berlin und Osnabrück nach Duisburg und Prag. Bis zum Beethoven Festjahr 2020 soll seine Gesamtaufnahme komplett eingespielt und veröffentlicht werden. In Duisburg setzt der Pianist seinen Zyklus am Mittwoch, 11. April, 20 Uhr, im Lehmbruck Museum fort. Er beginnt mit der frühen, aber bereits weit ausgreifenden Sonate Nr. 4 Es-Dur op. 7. Sie wurde als Grande Sonate erstmals 1797 in Wien veröffentlicht. Im Anschluss erklingt die Sonate Nr. 14 cis-Moll op. 27/2, die aufgrund ihres melancholisch-verhangenen Kopfsatzes als Mondscheinsonate bekannt wurde - ein Name, der nicht von Beethoven selbst stammt. Ein nachgerade harmlos-heiteres Allegretto bildet den Mittelteil dieser Sonate, die schließlich in einen vehement aufbrodelnden Finalsatz mündet. Dem vergnüglichen Spiel mit der fallenden Terz im ersten Satz verdankt die darauf folgende Sonate Nr. 25 G-Dur op. 79 den Beinamen Kuckucks-Sonate. Der Beethoven-Experte Joachim Kaiser beschrieb sie als "eine fast übermütige Demonstration leichthändiger Meisterschaft". Den unverkennbar abgeklärten Ton des Spätwerks schlägt Ashkar zum Schluss mit der Sonate Nr. 30 E-Dur op. 109 an.

Karten zu 17 Euro sind über die Theaterkasse 0203 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de zu bekommen.

(RP)
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