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Duisburg: Bedarf an U3-Betreuungsplätzen in Duisburg steigt weiter

Duisburg : Bedarf an U3-Betreuungsplätzen in Duisburg steigt weiter

Die Betreuung der unter Dreijährigen (U3) ist immer noch ein Reizthema. Die vorgegebene Betreuungsquote von 32 Prozent konnte in Duisburg zwar mittlerweile erreicht werden, jedoch fehlen immer noch Plätze für Kinder, die außerfamiliär betreut werden.

Die Stadt sieht sich einem guten Weg. "Zum momentanen Zeitpunkt stehen in Duisburg 3681 Betreuungsplätze für U3-Kinder zur Verfügung. Davon 2317 Plätze in Kindertageseinrichtungen und 1364 Plätze in der öffentlich geförderten Tagespflege (Tagesmütter/-Väter)", erklärt Familien- und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Dies entspreche einer aktuellen Betreuungsquote von 42,3 Prozent.

Aus einer aktuellen Statistik des Landesbetriebs für Information und Technik ging zwar die alarmierende Betreuungsquote von 15,3 Prozent in Duisburg hervor, allerdings wurden lediglich die Plätze in der öffentlichen Tagespflege berücksichtigt. Damit läge Duisburg weit unter der vorgegebenen Quote. Thomas Krützberg bedauert solche Veröffentlichungen: "Leider werden sehr häufig missverständliche oder sogar falsche Zahlen veröffentlicht.

Dies führt zu Diskussionen, die vermeidbar wären." Bund, Länder und Kommunen hatten sich noch vor gut einem Jahr auf eine U3-Betreuungsquote von 32 Prozent verständigt. "Mittlerweile haben wir diese Quote erreicht, aber wir müssen noch mehr Plätze schaffen", so Krützberg. Innerhalb der Altersgruppen der unter Dreijährigen fielen die Zahlen der Betreuungsplätze im Jahr 2014 unterschiedlich aus: 178 gemeldete U1-Plätze und 3503 1-U3-Plätze. Der Bedarf sei allerdings immer noch nicht gedeckt. Rein rechnerisch fehlen der Stadt immer noch 279 Plätze. Allein im Bezirk Hamborn fehlen 190 Betreuungsplätze. Im Bereich Süd stehen hingegen ausreichend Plätze zur Verfügung. Seit mittlerweile über einem Jahr gibt es nun den Rechtsanspruch der U3-Betreuung. Eine Klagewelle von Eltern, die ihren Rechtsanspruch vor Gericht durchsetzen wollen, ist in Duisburg ausgeblieben.

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Zwar gab es in einigen Großstädten vereinzelt Klagen, doch in Duisburg klappt die Versorgung auch ohne den Gang vor Gericht. Was nicht heißt, dass alle Eltern genau den Platz für ihr Kind bekommen haben, den sie haben wollten. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass einige Eltern, denen lediglich ein Tagespflegeplatz angeboten wurde, lieber ihr Kind noch etwas zu Hause lassen und dafür zu einem späteren Zeitpunkt den Platz in einer Kindertageseinrichtung nehmen", sagt Krützberg.

(RP)