Duisburg: Bald freie Sicht auf neue Kaufhof-Fassade

Duisburg : Bald freie Sicht auf neue Kaufhof-Fassade

Das Gebäude der Galeria Kaufhof ist wegen der Umgestaltung der Fassade seit Monaten von einem Baugerüst umgeben. Ab Anfang August wird die neue Konstruktion endlich sichtbar.

Die Waben-Fassade der Galeria Kaufhof an der Ecke Düsseldorfer Straße/Friedrich-Wilhelm-Straße, die jahrzehntelang das Stadtbild an dieser Stelle geprägt hat, ist bekanntermaßen seit Anfang des Jahres Geschichte. Seitdem ist das traditionsreiche Kaufhaus von einem riesigen Baugerüst umgeben, hinter dem die neue Fassade entsteht. Laut Johanna Groeneweg de Kroon, Geschäftsführerin von Galeria Kaufhof in Duisburg, haben die Bauarbeiten große Fortschritte gemacht: "Wir sind nah an der Fertigstellung", sagt die Filialleiterin, die persönlich die alten "Horten-Kacheln" aus den 50er-Jahren stets als "wenig einladend" empfunden hat.

Vielen Duisburgern scheint hingegen die alte Außenhülle gut gefallen zu haben. Nach dem Abriss der Kunststeinquader im Januar und Februar dieses Jahres meldeten sich zahlreiche Interessenten bei der Galeria Kaufhof, um sich die eine oder andere "Wabe" zu sichern. Der Erlös kam einem Kinderheim zugute.

Was sich die Bauabteilung des Kaufhof-Konzerns für die Neugestaltung hat einfallen lassen, werden die Duisburger ab dem 1. oder 2. August sehen können, teilt ein Kaufhof_Sprecher mit. Dann nämlich wird das Baugerüst entfernt. Nach dem Abtragen der Kacheln wurden zunächst zahlreiche funktionslose Fenster zugemauert. "Diese waren wegen der alten Fassade nicht sichtbar und sind im Innern durch die Ladeneinrichtung verdeckt", so Groeneweg de Kroon. Danach wurde gespachtelt, verputzt und gestrichen.

"Wenn das Gerüst weg ist, sind wir endlich wieder frei zugänglich. Ich bin sehr froh, dass es dann nicht mehr so hässlich aussieht", so die Filialleiterin, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem komplett eingerüsteten Kaufhaus zurechtkommen musste. Da die alte Wabenfassade mit zunehmendem Alter immer wartungsanfälliger wurde, waren aufwendige Instandsetzungs- und Sicherungsarbeiten zuletzt an der Tagesordnung. Als die Fassade schließlich im Jahr 2008 sogar unter Denkmalschutz gestellt wurde (weil sie die erste ihrer Art war), konnte der Kaufhof zunächst alle Umbaupläne wieder in die Schublade packen. Erst im vorigen Jahr gab es die lang ersehnte Genehmigung zum Abriss der Konstruktion mit der Begründung, dass die teuren Instandsetzungsmaßnahmen dem Unternehmen nicht mehr zuzumuten seien.

Wie das Ergebnis der Neugestaltung aussieht, scheint für den Konzern geheime Kommandosache zu sein, zumindest gibt es keine Fotos für eine Veröffentlichung. Nach dem Abbau der Gerüste müssen noch die Kaufhof-Logos und Werbeanlagen installiert werden. "Die neue Fassade ist schnörkellos, einfach und hell", verrät Johanna Groeneweg de Kroon.

(RP)