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Duisburg: Bahnübergänge als Reizthema

Duisburg : Bahnübergänge als Reizthema

Er beschäftigt sich mit Problemen, die in den Augen der Wanheimer von Politikern auf die lange Bank geschoben und nicht schnell genug angegangen würden. Die Rede ist vom Forderungskatalog der Bürgerforen.

Wanheim Dahinter steht das Projekt "Duisburg 2027". Im letzten Jahr wurden Bürger aller Stadtteile aufgerufen, Vorschläge zu erarbeiten, die die Bereiche Wohnen und Leben, Arbeit und Gewerbe sowie Verkehr verbessern könnten. Am Freitag traf sich der Heimat- und Bürgerverein Wanheim-Angerhausen in den Rheinlust-Terrassen, um seine Ergebnisse vorzustellen. Zentrale Themen der vier Bürgerforen waren die Nahversorgung und die unzulängliche Verkehrssituation in Wanheim.

Besonderes Reizthema: Die sechs Bahnübergänge, die laut Einwohner den Verkehr ausbremsen und den Ort durchschneiden. Rainer Hoffmann, ehemaliger Eisenbahner, hat sich des Problems angenommen und Lösungsvorschläge erarbeitet. "Unser Ziel ist ein barrierefreier Zugang durch Über- oder Unterbauung. Hierbei setzte ich mich mit allen möglichen Varianten auseinander." Fazit ist, dass es nur eine mögliche Variante gibt, die den Bedürfnissen aller Beteiligten entspricht: "Nur an der Atroper Straße ist solch eine Straßenüberführung möglich."

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Unpraktikabel

Andere Varianten wurden als unpraktikabel ausgeschlossen, da sie einen Halt am Wanheimer Bahnhof unmöglich machten oder die Züge in den ersten Stock an Schlafzimmern vorbeileiten würden", so Hoffmann. So sei die eleganteste Lösung eine Überführung vom Kreisverkehr über den Honnenpfad zur Wanheimer Straße – elegant deshalb, da sie eine direkte Verkehrsführung, Verkehrssicherheit und eine überschaubare Kostenstruktur gewährleisten könne. "Nur so kann es funktionieren, alles andere sind Illusionen", merkt Theo Küpper, Vorsitzender des Vereins, an. Auch der Lärmschutz müsse hier berücksichtigt werden. So fordert die Gruppe Verkehr zudem effektive Lärmschutzwände und den Ersatz von Dieselloks durch leise Elektro-Loks. Des weiteren im Forderungskatalog berücksichtigt ist die Verwendung von so genanntem Flüsterasphalt und eine moderne, intelligente Verkehrsführung mit Leitsystemen und Ampelanlagen, damit "nicht überall so ein Chaos herrscht wie an der Atroper Straße", so Küpper.

Verkehrsberuhigte Zonen

Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, Ampelanlagen durch Kreisverkehre zu ersetzen, um Wartezeiten und Staus zu verringern und den Verkehr zu entzerren. Auch verkehrsberuhigte Zonen, die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Autobahnen sowie der Ausbau der A 524 wurden diskutiert und in den Forderungskatalog, der am kommenden Mittwoch der Stadtverwaltung vorgelegt werden soll, aufgenommen.

(RP)