Baerl im Blickpunkt der Bezirksvertretung

Sitzung der Bezirksvertretung : Baerl im Blickpunkt der BV

SPD und Grüne starteten mit einer Reihe von Anträgen und Anfragen ins neue Jahr.

Stichwort Baerl, Baerl und nochmal Baerl. Es ging um Halteverbote und eine notwendige Kurzzeitparkzone vor der Post. Um sichere Schulwege – sogar eine zweite Linksabbiegerspur zur A 40-Auffahrt brachten SPD und Grüne ins Spiel. Das war Thomas Rangs (FDP) dann aber doch zu viel des Guten: „Danke, dass das für die Baerler Bürger beantragt wird“, frotzelte er. „Aber das kann im Leben nicht klappen!“

SPD-Fraktionssprecher Hans-Gerd Bosch konnte noch so oft auf die Baerler Bürgerversammlung hinweisen, auf „Anregungen aus der Bürgerschaft“, die bei der ersten Sitzung der Bezirksvertretung Hombach/Ruhrort/Baerl in eine wahre Antrags-Flut von SPD und Bündnis 90/Grünen mündete.

Unter anderem hatten Baerler über die ständigen Rückstaus an der Kreuzung Grafschafter Straße/Verbandsstraße/Rheindeichstraße geklagt, über Pendler mit Moerser und Weseler Kennzeichen, die sich in aller Frühe durch ihre Wohnstraßen schlängelten, um flott zur A 40 zu gelangen. Aber gleich eine zusätzliche Fahrspur bauen – das ging der Opposition doch zu weit. Man hege arge Zweifel an der Realisierbarkeit, hieß es: „Da ist eine Grünfläche, dann die Brücke – wo soll da eine zweite Linksabbiegerspur hin?“, fragte Rangs. Und: „Was ist mit den Pendlern, die Richtung Moers wollen?“

Wilhelm Paschmann (CDU) gab der SPD grundsätzlich Recht („Die Schulstraße ist mittlerweile eine Rennstrecke“) – allerdings mit anderer Schlussfolgerung: „Da muss regelmäßig geblitzt werden!“ Bosch ruderte ein Stückchen zurück. Natürlich gehe es vor allem darum, den Verkehr mit allen Mitteln zu bremsen. Jetzt soll die Verwaltung den Antrag prüfen.

Genau wie die weiteren Anträge und Anfragen, die Baerl betrafen. Als da wären: eine Reihe Halteverbote (Kreuzstraße 16-18, Hubertusstraße Gaststätte Waldhof und Kreuzung Wald-/Kreuzstraße), eine bessere Beleuchtung des Überwegs via Waldstraße zur Waldschule und eine Kurzparkzone vor der Postfiliale Augustastraße 4a. Bosch: „Da spielen sich chaotische Szenen ab!“

Zur Sprache kam auch der Rückbau der Container, die an der Voßbuschstraße zur Unterbringung von Flüchtlingen gedient hatten. Diese, so SPD/Grüne, würden durch den Neubau einer Wohneinheit nicht mehr benötigt. Die Container gehörten den Wirtschaftsbetrieben und seien nicht mehr nutzbar, sagte Edeltraud Klabuhn (SPD). Sie arbeitet für die Baerler Flüchtlingshilfe und kennt die Situation: „Der Abriss ist schon lange beschlossen.“ So wurde im Endeffekt auch dieser Antrag einhellig verabschiedet: Die Verwaltung möge endlich handeln!

(kui)
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