Bärbel Bas zur Bundespräsidenten-Wahl „Der Zeitpunkt für eine Frau wird bald kommen“

Duisburg · Mit der Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ist eine Duisburgerin für die Organisation der Bundesversammlung zuständig, in der am 13. Februar Frank-Walter Steinmeier wiedergewählt werden soll. Was sie zur erneuten Nominierung des Amtsinhabers sagt.

 Bundestagspräsidentin Bärbel Bas während einer Bundestagssitzung im Januar.

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas während einer Bundestagssitzung im Januar.

Foto: dpa/Michael Kappeler

Dem achten Duisburger Mitglied der Bundesversammlung fällt eine besondere Rolle zu. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas darf an der Bundespräsidenten-Wahl nicht nur teilnehmen, sie ist für deren ordnungsgemäßen Ablauf zuständig. „Als Bundestagspräsidentin ist es meine Aufgabe, die Bundesversammlung einzuberufen und so zu organisieren, dass sie in einem angemessen und würdigen Rahmen stattfindet“, sagt Bas. Eine Aufgabe, vor der sie gerade in Pandemie-Zeiten „großen Respekt“ habe.

Als SPD-Politikerin mag es nicht überraschen, dass Bas Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier bei seiner Wiederwahl unterstützt. „Er ist ein beliebter Bundespräsident, der für Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland eintritt“, sagt Bas. „Mit seiner Erfahrung genießt er auch international hohe Anerkennung.“ Die Tatsache, dass Steinmeiers Wahl bereits als sicher gilt, sieht sie positiv. „Für einen Bundespräsidenten ist es im Grundsatz ein Vorteil, wenn er sich auf eine breite Akzeptanz stützen kann.“

Bärbel Bas zur Bundespräsidenten-Wahl: "Der Zeitpunkt für eine Frau wird bald kommen"
Foto: dpa/Michael Kappeler

Steinmeier hat in den Augen mancher jedoch zumindest einen Makel, er ist keine Frau. „Ich bin sicher, der Zeitpunkt für eine Frau wird bald kommen“, sagt Bas auf die Frage unserer Redaktion, ob es nicht an der Zeit gewesen wäre, sich für die erste Bundespräsidentin einzusetzen. Sie verweist auf Roberta Metsola, die kürzlich als dritte Frau zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt wurde, ihre eigene Wahl zur Bundestagspräsidentin und das quotierte Bundeskabinett. „Das sind gute Signale für Frauen in der Politik, die hoffentlich viele zur Beteiligung ermutigen“, sagt Bas.

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