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Bärbel Bas: Was Weggefährten aus Duisburg über die SPD-Politikerin sagen

Neue Präsidentin des Deutschen Bundestags : „Das sind tolle Nachrichten aus Berlin“

Die Duisburger SPD-Abgeordnete Bärbel Bas soll neue Präsidentin des Deutschen Bundestags werden. In der Stadt freuten sich Parteikollegen, aber auch Konkurrenten – und ein alter Arbeitgeber der 53-Jährigen.

Die Meldung am Morgen sorgte für reichlich Gesprächsstoff in der Duisburger Politik – und für ganz besondere Freude bei der SPD: Bärbel Bas, seit 2009 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Duisburg I soll die neue Präsidentin des Deutschen Bundestags werden und damit Wolfgang Schäuble (CDU) im zweithöchsten Amt des Staates ablösen.

„Die Nominierung von Bärbel Bas ist eine richtige Entscheidung“, sagte Oberbürgermeister Sören Link (SPD) auf Anfrage unserer Redaktion. „Nicht nur, weil sie seit vielen Jahren mit Nachdruck die Belange unserer Stadt im Deutschen Bundestag vertritt, sondern insbesondere weil sie mit ihrer Persönlichkeit auch den hohen Anforderungen an dieses herausragende Amt gerecht wird“, so Link weiter.

Lob kam auch von anderen Parteikollegen. „Das sind tolle Nachrichten aus Berlin! Bärbel Bas bringt alles mit, was dieses Amt erfordert“, sagt Sarah Philipp, kommissarische Vorsitzende der SPD Duisburg und Landtagsabgeordnete. Bas sei durchsetzungsstark, zuverlässig und im Umgang fair. „Ich freue mich sehr für sie: Als Sozialdemokratin, als Duisburgerin und als Frau.“

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Mahmut Özdemir, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Duisburg II sagt: „Das ist ein großartiger Vorschlag vom Fraktionsvorsitzenden und der Lohn für die jahrelange, parlamentarische Arbeit, die Bärbel Bas leistet. Als Genosse und Freund freue ich mich, sie zu wählen.“

 2012 besuchte der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering mit Bärbel Bas das Awo-Seniorenzentrum „Im Schlenk“.
2012 besuchte der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering mit Bärbel Bas das Awo-Seniorenzentrum „Im Schlenk“. Foto: Probst, Andreas (apr)

Ralf Jäger, ehemaliger SPD-Chef in Duisburg und von 2010 bis 2017 NRW-Innenminister, geht davon aus, dass die Personalie auch außerhalb der Partei auf Zustimmung stoßen wird: „Auf diese Entscheidung kann die Duisburger SPD stolz sein. Für Bärbel Bas wäre das Amt der Bundestagspräsidentin der Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere“, sagt Jäger. Er habe sie immer als fleißig und akribisch erlebt. „Bärbel Bas wird in ihrer Rolle über die Fraktion hinaus anerkannt werden.“

Gratulationen zur Nominierung kommen auch von den beiden Duisburger Bundestagsabgeordneten der Grünen. So schreibt Felix Banaszak, Vorsitzender der NRW-Grünen: „Über die Nominierung von Bärbel Bas als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin habe ich mich sehr gefreut. Ich kenne und schätze sie als faire und fachkompetente Politikerin. Ihre Wahl wäre auch ein schönes Zeichen für unsere Stadt.“

Lamya Kaddor, wie ihr Parteikollege Banaszak zum ersten Mal in Bundestag gewählt, sagt: „Als Kollegin kenne ich und schätze ich Bärbel Bas als engagierte, überzeugte Sozial- und Gesundheitspolitikerin des Ruhrgebiets. Bärbel Bas wäre eine starke weibliche Stimme für das zweithöchste Amt im Land. Ich würde mich sehr freuen Sie in dieses Amt wählen zu dürfen.“

Bärbel Bas arbeitete bis zu ihrem Einzug in den Bundestag als Abteilungsleiterin bei einer Krankenkasse. Zuvor war sie 16 Jahre bei den Duisburger Verkehrsbetrieben tätig. Auch dort lobte man die Entscheidung aus Berlin: „Bärbel Bas hat sich über viele Jahre im Betriebsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft für ihre Kolleginnen und Kollegen eingesetzt“, sagt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) „Dass sie nun für eines der höchsten Staatsämter vorgeschlagen ist, ist ein tolles Zeichen der Wertschätzung auch für unsere Stadt Duisburg und die Region.“

Die Personalie muss vom Fraktionsvorstand in Berlin noch bestätigt werden. Am 26. Oktober wird das neue Präsidium des Bundestags in der ersten Sitzung des Parlaments gewählt.